Einsteinchen Geschrieben 23. Juli 2006 Melden Share Geschrieben 23. Juli 2006 (bearbeitet) Bekanntlich haben die Wissenschaftler schon das ganze Genom des Menschen kartographiert. Und da stellt sich mir immer die Frage: Wie soll man sich das vorstellen? Ist da das Genom eines einzigen Menschen anlaysiert worden? Wohl eher das einer Vielzahl von Menschen, nehme ich an. Es ist doch jeder Mensch verschieden. Wie soll man sich die lange Wurst der Basenpaare vorstellen, die da aufgeschrieben sind in einem Buch oder vielleicht im Internet? Was repräsentiert dieser herausanalysierte Strang? Eine Mischung, ein Fleckerlteppich von Menschen? (blaue, grüne, schwarze Augen, schwarz, weiß usw.). Dieses wissenschaftliche Extrakt muß doch ganz "verschmiert" sein, oder? bearbeitet 23. Juli 2006 von Einsteinchen Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Elrond Geschrieben 23. Juli 2006 Melden Share Geschrieben 23. Juli 2006 Schau mal hier http://www.ornl.gov/sci/techresources/Huma...faq/faqs1.shtml Zwar hat man das menschliche Genom mittlerweile sequenziert, aber man weiss bei der Mehrzahl der sequenzierten Gene noch lange nicht, was genau sie tun. Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
GermanHeretic Geschrieben 24. Juli 2006 Melden Share Geschrieben 24. Juli 2006 Dieses wissenschaftliche Extrakt muß doch ganz "verschmiert" sein, oder? Nun ja, zu 99% oder so haben wir alle dieselbe Geninformation, zu 97% haben wir auch dieselbe Geninformation wie Schimpansen. Der kümmerliche Rest macht die "großen" Unterschiede. Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
marius Geschrieben 24. Juli 2006 Melden Share Geschrieben 24. Juli 2006 Dieses wissenschaftliche Extrakt muß doch ganz "verschmiert" sein, oder? Nun ja, zu 99% oder so haben wir alle dieselbe Geninformation, zu 97% haben wir auch dieselbe Geninformation wie Schimpansen. Der kümmerliche Rest macht die "großen" Unterschiede. hinsichtlich der Vielfalt der Lebensformen, sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Menschen in der Tat "genetisch bezogen" verschwindend gering.... Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Inge Geschrieben 25. Juli 2006 Melden Share Geschrieben 25. Juli 2006 Bekanntlich haben die Wissenschaftler schon das ganze Genom des Menschen kartographiert. Und da stellt sich mir immer die Frage: Wie soll man sich das vorstellen? Ist da das Genom eines einzigen Menschen anlaysiert worden? Wohl eher das einer Vielzahl von Menschen, nehme ich an. Es ist doch jeder Mensch verschieden. Wie soll man sich die lange Wurst der Basenpaare vorstellen, die da aufgeschrieben sind in einem Buch oder vielleicht im Internet? Was repräsentiert dieser herausanalysierte Strang? Eine Mischung, ein Fleckerlteppich von Menschen? (blaue, grüne, schwarze Augen, schwarz, weiß usw.). Dieses wissenschaftliche Extrakt muß doch ganz "verschmiert" sein, oder? Ich stelle es mir so vor, dass man sagt: "Auf Chromosom B im Abschnitt Delta 23.4 gibt es fünf Folgen, die über die Augenfarbe entscheiden, und zwar gibt es folgende Quatrillionen mögliche Kombinationen, die dann die gesamte mögliche Farbpalette ergeben (...). Albinos haben keine Augenfarbe, das liegt an einem Defekt auf Chromosom C im Abschnitt Alpha 46.8, der insgesamt für die Pigmentierung (Haut, Augen, Haare) verantwortlich ist. Weitere Defekte in diesem Bereich sind für Leberflecke, Altersflecken etc. verantwortlich. Gleich nebenan, auf Chromosom C im Abschnitt Alpha 46.9 liegt eine Information, die durch konstant zu starke Sonneneinstrahlung ausgeschaltet wird und dann dafür sorgt, dass die Hautfarbe dunkel bleibt; bei entsprechend langer Konstanz wird diese Schalterstellung sogar vererbt." Etc. So dass nicht die Erbinformation eines einzelnen Menschen, sondern die potentiellen Erbinformationen aller Menschen entschlüsselt wären. Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Caveman Geschrieben 25. Juli 2006 Melden Share Geschrieben 25. Juli 2006 (bearbeitet) Das weiß man nur von sehr wenigen Erbinformationen. Es ist richtig, was Elrond gesagt hat: Dieses "kartographieren" ist nichts anderes als ein Sequenzieren. Dieses Genom-Projekt hat also nichts anderes gemacht, als die Geninhalte auszulesen und in digitaler Form zu speichern. Also einfach nur "lesbar" gemacht. Welche Funktion hintern einem bestimmten Genabschnitt steckt, hat damit erstmal nichts zu tun (und bei vielen ist dies immer noch unbekannt). Aber jetzt können Forscher halt das ganze Genom am Rechner betrachten und so ihre Forschungen betreiben. Was ich bemerkenswert finde, ist die erstaunlich geringe Größe des menschlichen Genoms: 3 Milliarden Basenpaare. Da jedes Paar vier Mögglichkeiten hätte (A, T, C und G), brauchte man für die dgitiale Repräsentation eines Basenpaares lediglich 2 Bits. Ein Byte hat 8 Bit, da passen also 4 rein. 3 Milliarden durch 4 ergibt 750 Millionen Bytes. Das ist nur unwesentlich größer als die Kapazität eines stinknormalen 700 MB CD-Rohlings! Selbst bei einen Byte pro Basenpaar wären es nur 3 Gigabyte, dass passt locker auf eine DVD (4,5 GB)... Wir sind wohl doch etwas einfacher gestrickt, was? bearbeitet 25. Juli 2006 von Caveman Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Inge Geschrieben 25. Juli 2006 Melden Share Geschrieben 25. Juli 2006 Wir sind wohl doch etwas einfacher gestrickt, was? Nein, wir sind eben doch nicht einfach nur Rechner Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Sokrates Geschrieben 25. Juli 2006 Melden Share Geschrieben 25. Juli 2006 (bearbeitet) Wir sind wohl doch etwas einfacher gestrickt, was? Nein, wir sind eben doch nicht einfach nur Rechner Ich glaube die Antwort ist eher: Wir sind keine einfachen Rechner. "Unser" Rechner, der von der DNA "programmiert" wird, ist sehr viel leistungsfähiger als ein PC (Er fing mal ganz klein an, mit einer einzelnen Zelle, die aber schon sehr viel mehr konnte als ein Computer). Insbesondere kennt er nicht nur ein paar Hundert (oder Tausend) Maschinenbefehle, sondern virtuell unendlich viele (nämlich so viele chemische Verbindungen auf Aminosäurebasis denkbar sind). Und dieser höchstkomplexe Computer ist höchst effizient programmiert. Manche Gene haben wohl eine multiple Funktionalität, codieren also für ganz verschiedene Aufgaben gleichzeitig. Der Nachteil: Weiterentwicklungen sind nur in sehr kleinen Schritten möglich. bearbeitet 25. Juli 2006 von Sokrates Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Kulti Geschrieben 25. Juli 2006 Melden Share Geschrieben 25. Juli 2006 Wir sind wohl doch etwas einfacher gestrickt, was? Nein, wir sind eben doch nicht einfach nur Rechner Ich glaube die Antwort ist eher: Wir sind keine einfachen Rechner. "Unser" Rechner, der von der DNA "programmiert" wird, ist sehr viel leistungsfähiger als ein PC (Er fing mal ganz klein an, mit einer einzelnen Zelle, die aber schon sehr viel mehr konnte als ein Computer). Insbesondere kennt er nicht nur ein paar Hundert (oder Tausend) Maschinenbefehle, sondern virtuell unendlich viele (nämlich so viele chemische Verbindungen auf Aminosäurebasis denkbar sind). Und dieser höchstkomplexe Computer ist höchst effizient programmiert. Manche Gene haben wohl eine multiple Funktionalität, codieren also für ganz verschiedene Aufgaben gleichzeitig. Der Nachteil: Weiterentwicklungen sind nur in sehr kleinen Schritten möglich. Na ja, wir sind nicht einfach gestrickt, es zeigt nur wieviele Varianten aus so einem Basic Setup entstehen können. So als ob ein PC nach dem Start hergehen würde und sich erstmal ein DVD-Laufwerk aus dem Lager holen würde. Tja und das mittie CPU ist auch so ne Sache. Du installierst Linux und wie von selber fängt das Ding an Windows Fehlermeldungen auszuspucken. Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Tso Wang Geschrieben 7. August 2006 Melden Share Geschrieben 7. August 2006 Bekanntlich haben die Wissenschaftler schon das ganze Genom des Menschen kartographiert. Und da stellt sich mir immer die Frage: Wie soll man sich das vorstellen? Ist da das Genom eines einzigen Menschen anlaysiert worden? Wohl eher das einer Vielzahl von Menschen, nehme ich an. Es ist doch jeder Mensch verschieden. Wie soll man sich die lange Wurst der Basenpaare vorstellen, die da aufgeschrieben sind in einem Buch oder vielleicht im Internet? Was repräsentiert dieser herausanalysierte Strang? Eine Mischung, ein Fleckerlteppich von Menschen? (blaue, grüne, schwarze Augen, schwarz, weiß usw.). Dieses wissenschaftliche Extrakt muß doch ganz "verschmiert" sein, oder? . Ein einfacher und 'verständlicher' Link. Allerdings auf Englisch. Bitte Absatz 3 ( "Goals" ) - Unterabsatz 6 beachten: "All humans have unique gene sequences, therefor the data published by HGP does not represent the exact sequence of each and every individual's genome. It is the combined genome of a small number of anonymous donors." Und Absatz 5 ( "Who's genome was sequenced?" ) Daraus läßt sich schließen, daß die herausgefundenen Gensequenzen in keinem Fall als "gesunder" Standart angesetzt werden dürfen (zumal Craig Venter's DNA sich ebenfalls in seinem 'Celera-pool' befindet, hihihi). Um ein solches - ich nenne es mal "Eugenom" (Mengele läßt grüßen) - zu erstellen, müsste eine recht große, repräsentative Anzahl von Menschen gentechnisch entschlüsselt und vorher für absolut 'gesund' befunden werden. () Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Tso Wang Geschrieben 7. August 2006 Melden Share Geschrieben 7. August 2006 . Sehe gerade, daß Elronds Link fast die gleiche Antwort liefert. () Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Moriz Geschrieben 7. August 2006 Melden Share Geschrieben 7. August 2006 Um ein solches - ich nenne es mal "Eugenom" (Mengele läßt grüßen) - zu erstellen, müsste eine recht große, repräsentative Anzahl von Menschen gentechnisch entschlüsselt und vorher für absolut 'gesund' befunden werden. Das geht nicht, manche Genvariationen sind abivalent, ihr Nutzen oder Schaden hängt von den Umweltbedingungen oder auch ihrer Anzahl ab: Es gibt Menschen, die das mit der Nahrung aufgenommene Eisen besonders gut verwerten. Gut bei Eisenmangen, aber bei einer guten Eisenversorgung kann das zur Eisenüberladung führen (Hämochromatose). Es gibt Genvariationen, die schützen einen vor Krankheiten, wenn man sie nur ein mal hat (Cholera, Malaria). Erbt man aber von beiden Eltern ein solches Allel, wird man krank (Cystische Fibrose, Sichelzellanämie). Ansonsten: Statistisch gesehen hat jeder Mensch die Anlagen zu mehreren rezessiv vererbbaren Krankheiten. Bemerkbar machen die sich bei den Nachkommen aber nur, wenn der Partner zufällig eine gleiche Anlage vererbt (was außerhalb von Inzest ziemlich unwahrscheinlich ist - und darum ist selbiger auch verboten). Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Tso Wang Geschrieben 7. August 2006 Melden Share Geschrieben 7. August 2006 Um ein solches - ich nenne es mal "Eugenom" (Mengele läßt grüßen) - zu erstellen, müsste eine recht große, repräsentative Anzahl von Menschen gentechnisch entschlüsselt und vorher für absolut 'gesund' befunden werden. Das geht nicht Gut erkannt. () Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Recommended Posts
Join the conversation
You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.