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Reliquien Hl. Sixt


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Geschrieben

Platona:

Au weia! Und ich war mal wieder das corpus delicti

 

*tröstendstreichel*

Geschrieben
Au weia! Und ich war mal wieder das corpus delicti

 

Mach' dir nichts draus, eine/r muss schuld sein.........(natürlich jemand anderer)

Geschrieben

Vielleicht sollte man anmerken, dass die Reliquienverehrung im Mittelalter ein Riesengeschäft war, was zu einem schwunghaften Handel mit Reliquien und einem augeprägten Reliquienklau geführt hat.

 

Dass dies noch in unserer Zeit weitergepflegt wird beweisen die "hl. drei Könige" in Köln.

 

Dabei muß ich sagen, dass ich z.B. mit grosser Feude am Grab des hl Franziskus in Asissi bete. Ich fände es aber läppisch, irgendwohin zu pilger, wo z.B. sein "linkes Ohrläppchen" verehrt wird.

 

Wie weit dieser abergläubische Unsinn auch heute noch geht, zeigt das Faktum, dass anlässlich der Einweihung einer Gedenkstätte für Karl Habsburg in der Wiener Augustinerkirche dort ein Reliquiar mit einem Stück einer Rippe aufgestellt wurde.

Geschrieben
Aber ich weiss trotzdem nicht, wie er an den Kopf des Heiligen Sixtus und ich weiss nicht an welche Gebeine des Hl. Sinicius gekommen ist. (...) Soissons (wo Sixtus und Sinicius ursprünglich begraben waren) und Amiens sind heute Suffraganbistümer von Reims. Der spätere Bischof Hincmar von Reims musste als junger Mann mal fliehen und fand ungefähr zu der Zeit, zu der auch Ansgar dort war, in Corvey Zuflucht, das wiederum eine Tochtergründung von Corbie bei Amiens ist (ein paar Kilometer daneben ein kleines Kaff Fouilloy, das als Geburtsort von Ansgar gilt).

Mal auf die Zeit getippt, so müsste Bischof Ebbo von Reims die Reliquien herausgerückt haben, der später Bischof von Hildesheim wurde.

Aber ich hab', wie gesagt, keine Ahnung.

 

Hat sich denn noch niemand damit beschäftigt? Immerhin handelt es sich bei diesen beiden um direkte Schüler Petri. Corvey scheint mir im Hinblick auf diese Thematik auch ein interessanter Ort zu sein. Reims hat ja bei der Christianisierung Europas keine unwichtige Rolle gespielt.

 

Wäre ja doch möglich, dass die Reliquien in Westfalen gelandet sind. Die Römer sind ja dort nicht besonders weit vorgedrungen :huh: Und ein Schädel eines Heiligen kann da schon für Aufsehen sorgen ...

Geschrieben

Christopf:

Immerhin handelt es sich bei diesen beiden um direkte Schüler Petri.

 

Na ja, ich sag' mal sie gelten als Schüler Petri. Aber schon früh wurde das auch bestritten (von Hincmar? weiss ich nicht mehr so genau).

Geschrieben
Christopf:
Immerhin handelt es sich bei diesen beiden um direkte Schüler Petri.

 

Na ja, ich sag' mal sie gelten als Schüler Petri. Aber schon früh wurde das auch bestritten (von Hincmar? weiss ich nicht mehr so genau).

 

Genauso wie auch bestritten werden kann, dass Petrus in Rom gewesen ist?

Geschrieben (bearbeitet)

Ach was.

Man kann davon ausgehen, dass die beiden Römer waren, nicht aber dass sie im 1. Jahrhundert aus Rom gekommen sind. Man schätzt ihr Wirken inzwischen (und das ist wissenschaftlicher Konsens) auf die zweite Hälfte des 3. Jahrhunderts und nimmt an, dass sie vom hl. Papst Sixtus II. in die Gegend um Reims geschickt worden sind.

bearbeitet von Alice
Geschrieben

Da habe ich aber auch anderes gehört. Hast Du Quellennachweise für diese Zeitangaben?

Geschrieben

christopf:

Da habe ich aber auch anderes gehört. Hast Du Quellennachweise für diese Zeitangaben?

 

Gleich die erste, die Google ausspuckt, und die bestätigt sogar meine Vermutung, dass Bischof Ebo die Hand im Spiel hatte.

 

:huh:;):lol:

Geschrieben

"Pour le reste, les historiens discutent des dates (...)"

Geschrieben

Christoph:

Pour le reste, les historiens discutent des dates...

 

Na schön, ich will Dir die Illusion nicht rauben. :huh:

 

Über Sixte et Sinice im 1. Jahrhundert wird jedenfalls nicht mehr diskutiert (nur noch von denen, die an der Legende festhalten wollen).

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