gouvernante Geschrieben 4. März 2019 Melden Geschrieben 4. März 2019 Am 4.3.2019 um 14:39 schrieb kam: Bei einem Priester sollten freilich beide Eigenschaften zusammenfallen. Expand Tja, das schöne Wörtchen „sollten“. Meiner Beobachtung nach haben Pfarreien wenig Probleme damit, wenn es bei ihrem Priester nicht zusammenfällt, der Ortsordinarius allerdings schon. Zitieren
kam Geschrieben 4. März 2019 Melden Geschrieben 4. März 2019 Am 4.3.2019 um 15:48 schrieb Marcellinus: Auch ein Neuanfang, der hier nun allerdings paßt, wie die Faust auf‘s Auge: Eklat bei der erstmaligen „Segnung“ der Düsseldorfer Karnevalswagen. Expand Offenbar gibt es einen Markt für Entweihwässerungs-Globuli. Nur echt mit leichtem Schwefelwasserstoffgeruch. Zitieren
kam Geschrieben 4. März 2019 Melden Geschrieben 4. März 2019 Am 4.3.2019 um 16:29 schrieb gouvernante: Tja, das schöne Wörtchen „sollten“. Meiner Beobachtung nach haben Pfarreien wenig Probleme damit, wenn es bei ihrem Priester nicht zusammenfällt, der Ortsordinarius allerdings schon. Expand "Pfarreien" wohl nicht, aber es gibt Talarwanzen, die dem Umstand etwas abgewinnen können. Und dann sei mir noch die Bemerkung gestattet, daß Zölibatessen nach meiner Erfahrung Frauen sind, um die man die Pfarrherren nicht unbedingt beneidet. Da haben sie ihre Sündenstrafe schon weg. Zitieren
Marcellinus Geschrieben 4. März 2019 Melden Geschrieben 4. März 2019 Sie können es offenbar nicht lassen, sich mit ihrem Hokuspokus in die Öffentlichkeit zu drängen. Den Motivwagen über den Mißbrauchsskandal, der vor der Halle stand, in dem diese „heilige Handlung“ stattfand, und an dem beide Popen vorbei mußten, haben sie übrigens nicht „gesegnet“. Zitieren
gouvernante Geschrieben 4. März 2019 Melden Geschrieben 4. März 2019 Am 4.3.2019 um 16:34 schrieb kam: "Pfarreien" wohl nicht, aber es gibt Talarwanzen, die dem Umstand etwas abgewinnen können. Und dann sei mir noch die Bemerkung gestattet, daß Zölibatessen nach meiner Erfahrung Frauen sind, um die man die Pfarrherren nicht unbedingt beneidet. Da haben sie ihre Sündenstrafe schon weg. Expand Doch, Pfarreien. Ich kenne ausreichend Pfarreien, in denen eine nicht unerhebliche Zahl von Mitgliedern Bittbriefe an den Bischof geschrieben haben, ihren liierten Pfarrer doch bitte behalten zu dürfen. Zitieren
Studiosus Geschrieben 4. März 2019 Melden Geschrieben 4. März 2019 Das spricht für einen nicht vorhandenen bzw. fehlgeleiteten sensus fidelium dieser Gemeinden. Die Pfarrei steht nicht über dem Recht. Hier hat sich wohl ein sehr säkulares - womöglich von den Protestanten inspiriertes - Bild des "Pfarrberufs" in den Reihen der Gläubigen etabliert: Soll der Herr Pfarrer doch eine Frau haben, Sexualität leben auch als Geistlicher. Eine Kirche, die solche Gläubigen hat, braucht keine Verfolgung von außen mehr. Übrigens sieht man hier gut die Doppelmoral: Briefe ans Ordinariat mit der Bitte um das Einhalten der liturgischen Normen sind verpönt. Bittgesuche, den kohabitierenden Pfarrer bitte nicht aus dem Amt zu entfernen sind heroische Akte. In manchen Pfarreien ist halt ganzjährig Fasching. Saluti cordiali, Studiosus. 2 Zitieren
gouvernante Geschrieben 4. März 2019 Melden Geschrieben 4. März 2019 Am 4.3.2019 um 17:46 schrieb Studiosus: Das spricht für einen nicht vorhandenen bzw. fehlgeleiteten sensus fidelium dieser Gemeinden. Expand Wenn empirisch nicht zu übersehen ist, was Deiner Meinung nach nicht sein sollte, bedarf es einer Erklärung. Zitieren
Julius Geschrieben 4. März 2019 Melden Geschrieben 4. März 2019 (bearbeitet) Am 4.3.2019 um 17:46 schrieb Studiosus: Soll der Herr Pfarrer doch eine Frau haben, Sexualität leben auch als Geistlicher. Eine Kirche, die solche Gläubigen hat, braucht keine Verfolgung von außen mehr. Expand Immerhin hat diese Kirche verheiratete Geistliche (diese beiden vor einem halben Jahr Geweihten haben nicht nur Ehefrauen, sondern zusammen sechs, mindestens zum teil protestantisch gebliebene Kinder), und die katholischen Ostkirchen sowieso. Da sollen sie sich dann wieder nicht dran stören, die Gläubigen? bearbeitet 4. März 2019 von Julius Zitieren
gouvernante Geschrieben 4. März 2019 Melden Geschrieben 4. März 2019 Den Schalter zwischen „stören“ bzw. „nicht stören“ umzulegen zu üben, war besonders jener österreichischen Gemeinde aufgegeben, die ihren Pfarrer aufgrund dessen Beziehung zu einer Frau unwillig aufgeben musste, nur um dann einen verheirateten unierten Priester als Nachfolger zu bekommen. 1 Zitieren
nannyogg57 Geschrieben 4. März 2019 Melden Geschrieben 4. März 2019 Ich kenne mehr Pfarrer, die in einer Beziehung leben, als Solche ohne diese. Das Konzept des zölibateren Pfarrers wurde unterlaufen, seitdem es das Zölibat gab. Und die Bischöfe wissen das. Als ein Studienkollege von mir durch die Bildzeitung bloßgelegt werden sollte, da er ein Kind hatte, reagierte das Ordinariat damals lapidar: Ja, es ist uns bekannt. So what? Zitieren
Xamanoth Geschrieben 4. März 2019 Melden Geschrieben 4. März 2019 Wenn allverbreiteter Zölibatsbruch sowohl von Gemeinden als auch Kirchenmittelbau nicht angeklagt sondern gebilligt und umterstützt wird ist das ein weiterer Beleg, dass der westeuropäische Katholizismus tot ist. Zitieren
Marcellinus Geschrieben 4. März 2019 Melden Geschrieben 4. März 2019 Am 4.3.2019 um 22:32 schrieb Xamanoth: Wenn allverbreiteter Zölibatsbruch sowohl von Gemeinden als auch Kirchenmittelbau nicht angeklagt sondern gebilligt und umterstützt wird ist das ein weiterer Beleg, dass der westeuropäische Katholizismus tot ist. Expand Ich würde das eher für einen Beleg dafür halten, daß die allermeisten Katholiken recht normal sind. 2 Zitieren
Xamanoth Geschrieben 4. März 2019 Melden Geschrieben 4. März 2019 Am 4.3.2019 um 22:38 schrieb Marcellinus: Ich würde das eher für einen Beleg dafür halten, daß die allermeisten Katholiken recht normal sind. Expand "Mein Reich ist nicht von dieser Welt" "Den Heiden eine Torheit, den Juden ein Ärgernis" Christen, die in den Augen der Welt "normal" sind, sind völlig uninteressant. 1 Zitieren
Studiosus Geschrieben 4. März 2019 Melden Geschrieben 4. März 2019 Die drei Fälle (unierter Priester einer katholischen Ostkirche, katholischer Priester der lateinischen Kirche und konvertierter Protestant) sind nicht ohne Weiteres gleichzusetzen, auch wenn de facto am Ende alle drei Priester mit (Ehe-)Frauen sind. Ich würde da gerne differenzieren: Im ersten Fall kennt die im Zuge des Unionsprozesses und im Ostkirchenrecht (CCEO) ausdrücklich berücksichtigte Tradition der östlichen Teilkirche den Zölibat westlicher Art in dieser Form nicht (Heirat vor Weihe möglich, obligatorische Ehelosigkeit für das Mönchstum). Der lateinische Priester ist dem westlichen Kirchenrecht (CIC) unterworfen und steht in einer Tradition, die den Zölibat für höheren Klerus seit mindestens einem guten Jahrtausend kennt. Ob und wie streng diese Bestimmung beobachtet wurde tut hier erst einmal nichts zur Sache; sie ist Gesetz. Folglich handelt der lateinische Priester, wenn er sich eine Frau nimmt und mit dieser eine Beziehung anstrebt, gegen das Recht, was der unierte Priester nicht tut. Beim dritten Fall handelt es sich um einen Gnadenerweis gegenüber konversionswilligen Protestanten, die zuvor verheiratete Pastoren ihrer Denomination waren. Ob das Gewähren des Fortführens der Ehe in diesem Fall sinnig ist oder eher dazu geeignet ist, Neid bei den "Bio-Katholiken" zu schüren, steht ebenfalls auf einem anderen Blatt. Fakt ist, dass dies geübte Praxis mit ausdrücklicher Billigung des Heiligen Stuhls ist. Der Unterschied liegt also, sofern man ihn sehen will, klar auf der Hand. Saluti cordiali, Studiosus. Zitieren
nannyogg57 Geschrieben 5. März 2019 Melden Geschrieben 5. März 2019 Gut, dass du das mal erklärt hast. Wüsste hier ja sonst keiner. Und jetzt? Zitieren
nannyogg57 Geschrieben 5. März 2019 Melden Geschrieben 5. März 2019 Am 4.3.2019 um 22:42 schrieb Xamanoth: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt" "Den Heiden eine Torheit, den Juden ein Ärgernis" Christen, die in den Augen der Welt "normal" sind, sind völlig uninteressant. Expand Wenn sich christliches anormales Profil im Zölibat erschöpfen würde, dann wäre dir zuzustimmen. Zitieren
Spadafora Geschrieben 5. März 2019 Melden Geschrieben 5. März 2019 Am 4.3.2019 um 16:45 schrieb gouvernante: Doch, Pfarreien. Ich kenne ausreichend Pfarreien, in denen eine nicht unerhebliche Zahl von Mitgliedern Bittbriefe an den Bischof geschrieben haben, ihren liierten Pfarrer doch bitte behalten zu dürfen. Expand die Gemeinden haben heute kaum mehr Probleme damit man sieht das hier in Wien wenn unierte Priester kaplan in lateinischen Pfarren werden Zitieren
Spadafora Geschrieben 5. März 2019 Melden Geschrieben 5. März 2019 Am 4.3.2019 um 22:17 schrieb nannyogg57: Ich kenne mehr Pfarrer, die in einer Beziehung leben, als Solche ohne diese. Das Konzept des zölibateren Pfarrers wurde unterlaufen, seitdem es das Zölibat gab. Und die Bischöfe wissen das. Als ein Studienkollege von mir durch die Bildzeitung bloßgelegt werden sollte, da er ein Kind hatte, reagierte das Ordinariat damals lapidar: Ja, es ist uns bekannt. So what? Expand die gesamte verlogenheit in dieser wie auch in anderen Fragen was die Moral betrifft zeigt sich in der Tantsache das alles möglich ist solange es öffentlich kein Theater gibt Zitieren
Spadafora Geschrieben 5. März 2019 Melden Geschrieben 5. März 2019 Am 4.3.2019 um 22:32 schrieb Xamanoth: Wenn allverbreiteter Zölibatsbruch sowohl von Gemeinden als auch Kirchenmittelbau nicht angeklagt sondern gebilligt und umterstützt wird ist das ein weiterer Beleg, dass der westeuropäische Katholizismus tot ist. Expand schau mal was in Afrika diesbezüglich los ist Zitieren
Spadafora Geschrieben 5. März 2019 Melden Geschrieben 5. März 2019 Am 4.3.2019 um 22:42 schrieb Xamanoth: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt" "Den Heiden eine Torheit, den Juden ein Ärgernis" Christen, die in den Augen der Welt "normal" sind, sind völlig uninteressant. Expand das übliche fromme blabla das jede vernünftige Diskussion unmöglich macht Zitieren
Spadafora Geschrieben 5. März 2019 Melden Geschrieben 5. März 2019 Am 4.3.2019 um 23:22 schrieb Studiosus: Die drei Fälle (unierter Priester einer katholischen Ostkirche, katholischer Priester der lateinischen Kirche und konvertierter Protestant) sind nicht ohne Weiteres gleichzusetzen, auch wenn de facto am Ende alle drei Priester mit (Ehe-)Frauen sind. Ich würde da gerne differenzieren: Im ersten Fall kennt die im Zuge des Unionsprozesses und im Ostkirchenrecht (CCEO) ausdrücklich berücksichtigte Tradition der östlichen Teilkirche den Zölibat westlicher Art in dieser Form nicht (Heirat vor Weihe möglich, obligatorische Ehelosigkeit für das Mönchstum). Der lateinische Priester ist dem westlichen Kirchenrecht (CIC) unterworfen und steht in einer Tradition, die den Zölibat für höheren Klerus seit mindestens einem guten Jahrtausend kennt. Ob und wie streng diese Bestimmung beobachtet wurde tut hier erst einmal nichts zur Sache; sie ist Gesetz. Folglich handelt der lateinische Priester, wenn er sich eine Frau nimmt und mit dieser eine Beziehung anstrebt, gegen das Recht, was der unierte Priester nicht tut. Beim dritten Fall handelt es sich um einen Gnadenerweis gegenüber konversionswilligen Protestanten, die zuvor verheiratete Pastoren ihrer Denomination waren. Ob das Gewähren des Fortführens der Ehe in diesem Fall sinnig ist oder eher dazu geeignet ist, Neid bei den "Bio-Katholiken" zu schüren, steht ebenfalls auf einem anderen Blatt. Fakt ist, dass dies geübte Praxis mit ausdrücklicher Billigung des Heiligen Stuhls ist. Der Unterschied liegt also, sofern man ihn sehen will, klar auf der Hand. Saluti cordiali, Studiosus. Expand es könnte sich da der lateinische Ritus durchaus mal der uniertenietten Ostkirchen anpassen Zitieren
Dies ist ein beliebter Beitrag. Werner001 Geschrieben 5. März 2019 Dies ist ein beliebter Beitrag. Melden Geschrieben 5. März 2019 (bearbeitet) Am 4.3.2019 um 23:22 schrieb Studiosus: Der Unterschied liegt also, sofern man ihn sehen will, klar auf der Hand. Expand Verstehe. Das ist wie bei Würstchen. Ein Wiener Würstchen ist etwas völlig anderes als ein Frankfurter Würstchen, denn es heißt anders. Und nochmal völlig anders heißt das Saitenwürstchen. Liegen sie auf dem Teller, sehen sie genau gleich aus und schecken auch gleich, aber da sie anders heißen, sind sie völlig unterschiedlich. Liegt klar auf der Hand, man muss es nur sehen wollen. Deshalb kann man auch Wiener nur mit Mostrich, Frankfurter nur mit Kren und Saiten nur mit Linsen und Spätzle essen, alles andere wäre gegen Gottes Ordnung. Werner bearbeitet 5. März 2019 von Werner001 1 4 Zitieren
gouvernante Geschrieben 5. März 2019 Melden Geschrieben 5. März 2019 Am 4.3.2019 um 23:22 schrieb Studiosus: Ob das Gewähren des Fortführens der Ehe in diesem Fall sinnig ist Expand Da es sich in der Regel um zwei Getaufte handelt, stellt sich die Frage nicht, denn sie sind sakramental verheiratet. Wobei das natürlich ein interessantes Gedankenspiel wäre: kann die kirchliche Autorität um des Zölibates ihrer Priester willen eine sakramentale Ehe auflösen? Zitieren
Werner001 Geschrieben 5. März 2019 Melden Geschrieben 5. März 2019 Am 5.3.2019 um 14:43 schrieb gouvernante: Da es sich in der Regel um zwei Getaufte handelt, stellt sich die Frage nicht, denn sie sind sakramental verheiratet. Wobei das natürlich ein interessantes Gedankenspiel wäre: kann die kirchliche Autorität um des Zölibates ihrer Priester willen eine sakramentale Ehe auflösen? Expand Warum denn Ehe auflösen? Ein verheirateter evangelischer Pfarrer ist sakramental verheiratet, aber kein Priester. Wenn er katholisch wird, ist er immer noch sakramental verheiratet und immer noch kein Priester. Die eigentliche Frage ist doch, warum kann er zum Priester geweiht werden, der verheiratete Katholik mit entsprechender Ausbildung aber nicht? Werner 1 Zitieren
Flo77 Geschrieben 5. März 2019 Melden Geschrieben 5. März 2019 Am 5.3.2019 um 14:48 schrieb Werner001: Warum denn Ehe auflösen? Ein verheirateter evangelischer Pfarrer ist sakramental verheiratet, aber kein Priester. Wenn er katholisch wird, ist er immer noch sakramental verheiratet und immer noch kein Priester. Die eigentliche Frage ist doch, warum kann er zum Priester geweiht werden, der verheiratete Katholik mit entsprechender Ausbildung aber nicht? Expand Weil bei der Weihe vom Hindernis der Ehe dispensiert werden kann, bei der Ehe aber nicht von der Weihe (nach altem Recht - die altkatholischen und anglikanischen Kirchen glauben auch Eheschließungen nach der Weihe erlauben zu können, was gegen die Beschlüsse der alten Konzilien verstößt). Zitieren
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