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Corona-Special: in Deutschland, Europa und Global


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Geschrieben
  Am 22.4.2021 um 09:53 schrieb bw83:

Wenn ich bei uns eine Schule betrete, wird mir ein Testkit in die Hand gedrückt und sich darauf verlassen, dass ich das schon richtig mache. (Natürlich wurde mir vorher gesagt, was ich tun soll.)

Dokumentiert wird da nix und selbst wenn ich einen positiven Test haben sollte, könnte ich den einfach wegwerfen und keiner würde was davon merken.

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Ist bei uns genauso.

Allerdings: Was wäre die Alternative? Wie willst du es - rein personell - überwachen?

Geschrieben
  Am 22.4.2021 um 09:38 schrieb bw83:

 

Das größte Problem an der Geschichte ist, dass eine Inzidenz X in Bayern etwas anderes ist als die gleiche Inzidenz X in Niedersachsen.

Selbst innerhalb Bayerns ist die Inzidenz X bei uns an der tschechischen Grenze etwas anderes als im Landkreis Kelheim.

Der Landkreis, in dem ich wohne, hat wochenlang bis zu 25% der Tests des gesamten Regierungsbezirks verzeichnet und das, obwohl der Landkreis nicht mal 10% der Einwohner des Regierungsbezirks hat.

 

Es wird und wurde landauf, landab einfach total unterschiedlich getestet, die Bundesländer testen nicht nach dem gleichen Schema, selbst die Gesundheitsämter machen selbst innerhalb eines Regierungsbezirks machen nicht das gleiche, nicht mal Nachbarlandkreise bekommen das auf die Kette.

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Es wäre schon ein Gewinn, Inzidenzrate und Testquote zu multiplizieren. Das wäre bereits mehr Vergleichbarkeit als derzeit.

Geschrieben
  Am 22.4.2021 um 09:45 schrieb laura:

Gut, aber genau diese Unterschiede können die Länder ja in ihren jeweiligen Verordnungen aufgreifen.

 

Das Bundesgesetz ist ja nichts anderes als eine Notbremse. Hart gesagt, wurde sie allein deswegen notwendig, weil die Ministerpräsidenten nicht in der Lage waren, sich vernünftig zu einigen und einige Politiker*innen (unsere inzwischen abgetauchte Kultusministerin an vorderster Front) die Coronamaßnahmen für ihre eigene politische Profilierung genutzt haben.

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Sie könnten.

Das wird in Bayern mit einem Ministerpräsidenten, der nur große Sprüche klopft und nur dann Maßnahmen ergreift, wenn er sich dadurch profilieren kann, einem komplett unfähigen Kultusminister und einer kaum kompetenteren Sozialministerin nicht passieren.

Geschrieben
  Am 22.4.2021 um 10:02 schrieb MartinO:

Es wäre schon ein Gewinn, Inzidenzrate und Testquote zu multiplizieren. Das wäre bereits mehr Vergleichbarkeit als derzeit.

Expand  

 

Ich würde ja eine Formal aus Inzidenzrate, Testquote, Testpositivquote und Auslastung der Intensivbetten vorschlagen.

Geschrieben
  Am 22.4.2021 um 10:07 schrieb laura:

 

Ich würde ja eine Formal aus Inzidenzrate, Testquote, Testpositivquote und Auslastung der Intensivbetten vorschlagen.

Expand  

Kann man machen, ist aber komplizierter, weil nicht ohne weiteres in eine Formel zu bringen.
Testpositivquote ergibt sich im Übrigen aus Inzidenzrate und Testquote, muss man also nicht extra einbeziehen.

Geschrieben
  Am 22.4.2021 um 10:10 schrieb MartinO:

Kann man machen, ist aber komplizierter, weil nicht ohne weiteres in eine Formel zu bringen.
Testpositivquote ergibt sich im Übrigen aus Inzidenzrate und Testquote, muss man also nicht extra einbeziehen.

Expand  

Stimmt!

 

Ich fand die Idee mit den Coronaampeln, die es ja in Berlin mal gab, ganz schlau.

Das Problem ist ja nicht, dass es keine guten Ideen gäbe, sondern dass man sich an die Regelungen, die man beschließt, auch halten muss.

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Geschrieben

Ich frage mich eins:
Auch ein fünfzehnjähriger Schüler kann nachvollziehen, dass die Maßnahmen seit Anfang dieses Jahres absolut nichts gebracht haben.


Er kann wohl auch nachvollziehen, dass die ewigen Versprechungen "Nur noch ein paar Wochen" leeres Geschwätz sind - und wird das noch eher tun als ich.

 

Somit kann er sich auch ausrechnen, dass nicht die geringste Chance, nicht der klitzekleinste Funke Hoffnung, besteht, dass er in diesem Schuljahr noch regulären Unterricht haben oder  dass er bis mindestens September, realistischer bis Sommer 2022, seine Freunde wiedersehen dürfte.

 

Wird er die gleichen Konsequenzen ziehen wie ich, nämlich, dass er sich notfalls über viele Jahre komplett von anderen Menschen isolieren muss, möglicherweise schulisch bzw. beruflich scheitern wird, dass er viele Menschen nie wiedersehen wird, die in dieser Zeit sterben,  und er dies im Interesse von Menschen, die er nicht kennt, ertragen muss? Oder ganz andere?

Geschrieben

Beratung im Bundesrat: Ja, das Gesetz sei vermutlich verfassungswidrig, aber irgendwas müsse man ja tun, und außerdem könne das Bundesverfassungsgericht das Gesetz ja stoppen, wenn es das wolle. Oder mit einem Wort: mirdochegal!

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Geschrieben
  Am 22.4.2021 um 10:24 schrieb Marcellinus:

Beratung im Bundesrat: Ja, das Gesetz sei vermutlich verfassungswidrig, aber irgendwas müsse man ja tun, und außerdem könne das Bundesverfassungsgericht das Gesetz ja stoppen, wenn es das wolle. Oder mit einem Wort: mirdochegal!

Expand  

Oder der Plan ist anders: Die Verantwortlichen wissen, dass das Gesetz nichts nützen wird. Bessere Ideen haben sie nicht. Daher ist es ihnen ganz recht, wenn das Bundesverfassungsgericht es kassiert: Dann haben sie die Schuldigen.

Geschrieben
  Am 22.4.2021 um 10:28 schrieb MartinO:
  Am 22.4.2021 um 10:24 schrieb Marcellinus:

Beratung im Bundesrat: Ja, das Gesetz sei vermutlich verfassungswidrig, aber irgendwas müsse man ja tun, und außerdem könne das Bundesverfassungsgericht das Gesetz ja stoppen, wenn es das wolle. Oder mit einem Wort: mirdochegal!

Expand  

Oder der Plan ist anders: Die Verantwortlichen wissen, dass das Gesetz nichts nützen wird. Bessere Ideen haben sie nicht. Daher ist es ihnen ganz recht, wenn das Bundesverfassungsgericht es kassiert: Dann haben sie die Schuldigen.

Expand  

 

Feigheit als politische Strategie? Ist möglich. 

  • Haha 1
Geschrieben
  Am 22.4.2021 um 10:20 schrieb MartinO:

omit kann er sich auch ausrechnen, dass nicht die geringste Chance, nicht der klitzekleinste Funke Hoffnung, besteht, dass er in diesem Schuljahr noch regulären Unterricht haben oder  dass er bis mindestens September, realistischer bis Sommer 2022, seine Freunde wiedersehen dürfte.

Wird er die gleichen Konsequenzen ziehen wie ich, nämlich, dass er sich notfalls über viele Jahre komplett von anderen Menschen isolieren muss, möglicherweise schulisch bzw. beruflich scheitern wird, dass er viele Menschen nie wiedersehen wird, die in dieser Zeit sterben,  und er dies im Interesse von Menschen, die er nicht kennt, ertragen muss? Oder ganz andere?

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1. Die Schüler*innen haben Kontakt untereinander - auch wenn sie keine illegalen Parties feiern. Es gibt eine Kultur der digitalen Feiern etc. Geht alles. Die Jugendlichen treffen sich zum Spazierengehen etc. Die meisten Eltern erlauben - im Rahmen - auch Treffen mit Freunden.

2. Warum bitte sollten die Schüler*innen beruflich scheitern? Sie lernen in dieser Pandemie Dinge, die sie sonst nie in dieser Geschwindigkeit gelernt hätten: Umgang mit digitalen Medien, Eigenverantwortung etc.

 

Sehr provokant gesagt: Du entwirfst hier gerade ein Horrorszenario erster Güte.

Ich würde mal darauf aufmerksam machen, dass die Jahrgänge, die zum Kriegsende unter Schulschließungen und Notabitur gelitten haben, genau die waren, die 10 Jahre später das Wirtschaftswunder erwirtschaftet haben.

 

Trauen wir doch unserer Schüler*innen auch mal was zu! Was sie nicht brauchen können, sind jetzt Schwarzmalerei und Dauermitleid. Sondern: "Ihr könnt das! Ihr schafft das!  Wir zählen auf euch!"

Geschrieben
  Am 22.4.2021 um 10:30 schrieb laura:

1. Die Schüler*innen haben Kontakt untereinander - auch wenn sie keine illegalen Parties feiern. Es gibt eine Kultur der digitalen Feiern etc. Geht alles. Die Jugendlichen treffen sich zum Spazierengehen etc. Die meisten Eltern erlauben - im Rahmen - auch Treffen mit Freunden.

 

Expand  

Und viele Jugendlich sch*en auf das, was ihnen ihre Eltern erlauben.

  Zitat

Trauen wir doch unserer Schüler*innen auch mal was zu! Was sie nicht brauchen können, sind jetzt Schwarzmalerei und Dauermitleid. Sondern: "Ihr könnt das! Ihr schafft das!  Wir zählen auf euch!"

Expand  

Ja klar, das sagt man ihnen seit anderthalb Jahren, ohne irgendeine Art von Erfolg. Warum sollen sie sich in den nächsten Jahren mehr Erfolg versprechen?

Geschrieben
  Am 22.4.2021 um 10:02 schrieb MartinO:

Es wäre schon ein Gewinn, Inzidenzrate und Testquote zu multiplizieren. Das wäre bereits mehr Vergleichbarkeit als derzeit.

Expand  

Mit was willst du das multiplizieren? 

Es kennt sich doch nach wie vor keiner aus, was wirklich abgeht.

 

Geschrieben
  Am 22.4.2021 um 10:07 schrieb laura:

 

Ich würde ja eine Formal aus Inzidenzrate, Testquote, Testpositivquote und Auslastung der Intensivbetten vorschlagen.

Expand  

Was soll denn eine "Testquote" sein?

Auf welcher Basis willst du die erheben?

Also bspw. Test pro 100.000 Einwohner?

Das ist doch viel ungenau bzw. schwammig und manipulierbar.

 

Geschrieben
  Am 22.4.2021 um 10:33 schrieb bw83:

Mit was willst du das multiplizieren? 

Es kennt sich doch nach wie vor keiner aus, was wirklich abgeht.

 

Expand  

Inzidenzzahl und Testquote in einem Landkreis, ganz einfach. Beides kann das Gesundheitsamt erfahren.

Geschrieben
  Am 22.4.2021 um 10:30 schrieb laura:

Ich würde mal darauf aufmerksam machen, dass die Jahrgänge, die zum Kriegsende unter Schulschließungen und Notabitur gelitten haben, genau die waren, die 10 Jahre später das Wirtschaftswunder erwirtschaftet haben.

 

Trauen wir doch unserer Schüler*innen auch mal was zu! Was sie nicht brauchen können, sind jetzt Schwarzmalerei und Dauermitleid. Sondern: "Ihr könnt das! Ihr schafft das!  Wir zählen auf euch!"

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Ich glaube, du verstehst nicht recht, dass unsere Schüler nicht miteinander im Wettbewerb stehen, sondern mit den Schülern weltweit. Und in Singapur hatten sie keinen Schulausfall.

 

Das Wirtschaftswunder nach dem Krieg war möglich, weil es ein vollkommen zerstörtes Land gab, das aufgebaut werden musste. Da fanden auch psychisch gestörte Halbgebildete noch eine Arbeit, sofern sie nur Backsteine schleppen oder Zementsäcke entladen konnten. Die heutige Jugend steht einer anderen Welt gegenüber: Sie wird extrem anspruchsvolle Tätigkeiten erbringen müssen, um ihren Wohlstand halten zu können. So wie es aber aussieht, werden diese Tätigkeiten von den heutigen Schülern anderer Länder übernommen werden.

  • Thanks 2
Geschrieben
  Am 22.4.2021 um 10:33 schrieb MartinO:

Und viele Jugendlich sch*en auf das, was ihnen ihre Eltern erlauben.

Ja klar, das sagt man ihnen seit anderthalb Jahren, ohne irgendeine Art von Erfolg. Warum sollen sie sich in den nächsten Jahren mehr Erfolg versprechen?

Expand  

 

Äh... ohne Erfolg?

Millionen von Schüler*innen haben es geschafft, vielleicht nicht 100%, aber 80% des Niveaus der nächsten Jahrgangsstufe weitestgehend selbständig zu erreichen.

Das nennst du nichts?

Geschrieben
  Am 22.4.2021 um 10:35 schrieb MartinO:

Inzidenzzahl und Testquote in einem Landkreis, ganz einfach. Beides kann das Gesundheitsamt erfahren.

Expand  

Was soll denn die Testquote bitte aussagen?

Geschrieben
  Am 22.4.2021 um 10:35 schrieb Aristippos:

Das Wirtschaftswunder nach dem Krieg war möglich, weil es ein vollkommen zerstörtes Land gab, das aufgebaut werden musste. Da fanden auch psychisch gestörte Halbgebildete noch eine Arbeit, sofern sie nur Backsteine schleppen oder Zementsäcke entladen konnten. Die heutige Jugend steht einer anderen Welt gegenüber: Sie wird extrem anspruchsvolle Tätigkeiten erbringen müssen, um ihren Wohlstand halten zu können. So wie es aber aussieht, werden diese Tätigkeiten von den heutigen Schülern anderer Länder übernommen werden.

Expand  

Tja... dann werden unsere Luxuskinder vielleicht endlich merken, dass sie Leistung bringen müssen - und das auch wenn Mama und Papa als Helikopter nicht mehr funktionieren.

Ein bisschen zynisch, aber sehr ernst gemeint.

Geschrieben
  Am 22.4.2021 um 10:37 schrieb bw83:

Was soll denn die Testquote bitte aussagen?

Expand  

Wie viele Menschen sich in einem Landkreis haben testen lassen.
Also genau das, was du - bezogen auf deinen Kreis - kritisiert hast: Wenn in deinem Landkreis 25 Prozent aller Tests in der Oberpfalz stattfanden, aber nur 10% der Bevölkerung dort lebt, ist die Testquote eben 2,5 mal so hoch wie im Bezirksdurchschnitt.

Geschrieben
  Am 22.4.2021 um 10:20 schrieb MartinO:

Wird er die gleichen Konsequenzen ziehen wie ich, nämlich, dass er sich notfalls über viele Jahre komplett von anderen Menschen isolieren muss, möglicherweise schulisch bzw. beruflich scheitern wird, dass er viele Menschen nie wiedersehen wird, die in dieser Zeit sterben,  und er dies im Interesse von Menschen, die er nicht kennt, ertragen muss? Oder ganz andere?

Expand  

Nun, da kann ich eine Anekdote von meinem Stammtisch-Kollegen erzählen. Er ist Informatiker, nebenher aber auch Zauberer (und zwar auf recht hohem Niveau). Der ist im Dezember auf einer Geburtstagsfeier (18. Geburtstag) in einer gut gelegenen Villa im Münchner Umland aufgetreten. Die Entlohnung war fürstlich und natürlich steuerfrei, und man hatte ihm mündlich auch die Übernahme etwaiger Strafen wegen Missachtung der Corona-Verordnung zugesagt. Auf der Party waren ca. 25-30 jugendliche Gäste wohlhabender Elternhäuser, die taten, was 18jährige gewöhnlich miteinander tun, wenn sie sich betrinken, Musik läuft und das Licht gedimmt ist (der Einsatz von Masken ist bei manchen dieser Tätigkeiten nicht möglich, deshalb wurde auf selbige gleich ganz verzichtet).

 

Nicht ganz so Wohlhabende machen vermutlich dasselbe, aber halt irgendwo draußen, wo die Polizei nicht guckt.

Geschrieben (bearbeitet)
  Am 22.4.2021 um 10:39 schrieb MartinO:

Wie viele Menschen sich in einem Landkreis haben testen lassen.
Also genau das, was du - bezogen auf deinen Kreis - kritisiert hast: Wenn in deinem Landkreis 25 Prozent aller Tests in der Oberpfalz stattfanden, aber nur 10% der Bevölkerung dort lebt, ist die Testquote eben 2,5 mal so hoch wie im Bezirksdurchschnitt.

Expand  

Und wenn die Testquote aber nicht einfach daran liegt, dass aufgrund der Grenznähe proportional mehr getestet wird, sondern weil vllt. wirklich dort ein massiver Ausbruch  stattgefunden hat?

Wie vergleichst du das dann?
Das sind zwei komplett unterschiedliche Szenarien, die aber am Ende denselben Multiplikationsfaktor hätten.

 

So wird das nix, das verzerrt alles genauso wie sonst auch bzw. macht alles nur noch schlimmer.

bearbeitet von bw83
Geschrieben
  Am 22.4.2021 um 10:42 schrieb Aristippos:

Nun, da kann ich eine Anekdote von meinem Stammtisch-Kollegen erzählen. Er ist Informatiker, nebenher aber auch Zauberer (und zwar auf recht hohem Niveau). Der ist im Dezember auf einer Geburtstagsfeier (18. Geburtstag) in einer gut gelegenen Villa im Münchner Umland aufgetreten. Die Entlohnung war fürstlich und natürlich steuerfrei, und man hatte ihm mündlich auch die Übernahme etwaiger Strafen wegen Missachtung der Corona-Verordnung zugesagt. Auf der Party waren ca. 25-30 jugendliche Gäste wohlhabender Elternhäuser, die taten, was 18jährige gewöhnlich miteinander tun, wenn sie sich betrinken, Musik läuft und das Licht gedimmt ist (der Einsatz von Masken ist bei manchen dieser Tätigkeiten nicht möglich, deshalb wurde auf selbige gleich ganz verzichtet).

 

Nicht ganz so Wohlhabende machen vermutlich dasselbe, aber halt irgendwo draußen, wo die Polizei nicht guckt.

Expand  

Auf Dauer jedenfalls.

Geschrieben
  Am 22.4.2021 um 10:42 schrieb bw83:

Und wenn die Testquote aber nicht einfach daran liegt, dass aufgrund der Grenznähe proportional mehr getestet wird, sondern weil vllt. wirklich dort ein massiver Ausbruch  stattgefunden hat?

Wie vergleichst du das dann?

Expand  

Ich verstehe nicht, warum das ein Problem sein soll.

Warum sich mehr Menschen haben testen lassen, ist ziemlich egal. Wichtig ist, dass die Tatsache, dass es mehr waren als anderswo, in die Berechnung der Grundlagen für mögliche Maßnahmen einfließt.

Geschrieben
  Am 22.4.2021 um 10:30 schrieb laura:

Warum bitte sollten die Schüler*innen beruflich scheitern? Sie lernen in dieser Pandemie Dinge, die sie sonst nie in dieser Geschwindigkeit gelernt hätten: Umgang mit digitalen Medien, Eigenverantwortung etc.

Expand  

 

Weil es ne Menge Schüler gibt, die im dualen Bildungssystem, also Berufsschüler sind. Unsere TN wirken auf uns (nicht nur auf mich!) mehr und mehr verstimmt, resigniert, frustriert, so weit, dass bei dem ein oder anderen tatsächlich der Frage nachzugehen ist, ob er nicht schon in einer Depression steckt. 

 

Zudem gibt es ne Menge Schüler in Abschlussklassen, und zwar nicht nur zum Abi. Die sollten sich gleichzeitig bewerben, hätten Praktika machen sollen (Was sich als sehr schwierig erweist) und stehen bisweilen noch ohne Ausbildungsplatz da. Und ja, es mag zwar offene Ausbildungsplätze geben. Aber wie soll Berufsorientierung stattfinden und die Berufsentscheidung fundiert und nach Eignung getroffen worden sein, wenn es kaum Möglichkeiten gibt, sich ein wenig praktisch auszuprobieren?

Fein, wenn man denen dann mit Eigenverantwortung um die Ecke kommt, wo sie sich die Hacken abrennen wegen eines Praktikumplatzes und doch sehr oft abgewiesen werden unter Hinweis auf Corona. 

Frag mich nichts Näheres, ich könnte grad, wie Uhu so schön schreibt, kompostieren und muss aufpassen, dass ich meine professionelle Distanz so weit wahren kann, dass ich ihnen nicht allzu deutlich zu verstehen gebe, wie sehr mich die Lage für sie annervt, einfach weil sie wirklich so wenig tun können und wir auch entschieden weniger Möglichkeiten als in Normalzeiten haben. 

 

 

 

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