Die Angelika Geschrieben 16. März Melden Geschrieben 16. März vor 37 Minuten schrieb Shubashi: Sollten wir nicht dann genau überlegen, wie es gemeinsam weitergehen könnte? Ehrlich gesagt: Für mich ist dieser Zug aus sehr persönlichen Gründen abgefahren. Falls es noch nicht klar geworden sein sollte: Die Schließung des Threads zu den sozialethischen Zwischenrufen lässt mich nicht einmal glauben, dass wenigstens die jetzt ausgegebene Linie, man könne hier politische Themen mit eindeutigem kirchlichen Bezug noch diskutieren, gehalten wird. Und diese Linie ist mir zudem von meinem christlichen Selbstverständnis her auch zu absurd: Christen, die also erwarten, dass Nichtchristen zu politischen Themen einen kirchlichen/christlichen Bezug herstellen, damit sie sich äußern können. Das ist für mich nicht ernstzunehmen. Dann werden diese Christen aller Wahrscheinlichkeit nach gerne unter sich über Politik diskutieren. Die Ergebnisse werden auf Dauer wahrscheinlich entsprechend werden. Zu einer solchen Gruppe von Christen gehöre ich dann aber nicht dazu.
Ennasus Geschrieben 16. März Melden Geschrieben 16. März vor 11 Minuten schrieb Die Angelika: Nun ja, ich meine, dass die Hinterfragung des eigenen Umgangs mit anderen vermutlich zuerst eine sehr private Angelegenheit ist. Das geschieht nicht sofort öffentlich, weil man sich genau damit verletzlich macht. Die Ergebnisse sind dann vielleicht sehr schwer gleich öffentlich erkennbar. Denn wenn das Ergebnis des Hinterfragens die Erkenntnis ist, dass man selber Fehler gemacht hat, dann muss man erstmal daran arbeiten, den Fehler nicht mehr zu wiederholen. Es handelt sich ja oft genug um eingefahrene Verhaltensmuster. Die sind schwer schnell änderbar. Da stimme ich dir zu. Aber wenn man von den einen (empfindlichen oder wirklich verletzlichen) Usern einfordert, dass sie mehr aushalten lernen sollen, kann man nicht mit dem gleichen Recht von den anderen, die offensichtlich mit anderen Abwehrmechanismen ausgestattet sind) einfordern, dass sie es aushalten, wenn man ihnen ab und zu ein klares: "So geht es nicht weiter" zumutet? ich muss vielleicht mal was Grundsätzliches schreiben (das auch der Grund ist, warum ich mich zu Wort gemeldet habe): Ich glaube, dass solche Diskussionen wie die hier - wie wir miteinander umgehen wollen, welchen Stellenwert Verletzlichkeit und Sensibilität auf der einen Seite und Wehrhaftigkeit und stabile Schutzmechanismen auf der anderen Seite haben und was das für ein Miteinander bedeutet, dass Menschen so unterschiedlich gebaut sind und unterschiedliche Bedürfnisse haben, mindestens so politisch sind wie die Frage, welche Partei womit Recht hat oder nicht. Und ich glaube, dass sie gut und dringend notwendig sind. 1 1
Die Angelika Geschrieben 16. März Melden Geschrieben 16. März @bw83: Ach ja, noch zur Ergänzung: Es mag dir entgangen sein. Ich habe früher im religiös kirchlichen Beteich des Forums ziemlich viel und sehr persönlich geschrieben. Nach meiner Konversion in die evangelische Kirche habe ich in einem sehr persönlichen Beitrag erklärt, warum ich konvertiert bin und wie ich nach wie vor zur RKK stehe. Mir wurde dort oft genug mit Kommentaren, die sehr wohl unterhalb der Gürtellinie waren, deutlich gemacht, dass man meine Ansichten nicht lesen wolle bis hin zu, dass ich eigentlich gar kein Christ sei. Tja, da sind dann meine Grenzen der Belastbarkeit, zumal ich mir die Konversionsentscheidung wahrlich nicht einfach gemacht habe. So viel zum Thema Umgang miteinander. Und es hätte dir vielleicht auffallen können, dass ich im sog weltlichen Forenbereich meine Position durchaus christlich zu begründen versucht habe. Nur halte ich halt nichts davon, mit einem Babberl auf der Stirn mit der Aufschrift "Ich denke als Christ " durch Diskussionen zu surfen
Die Angelika Geschrieben 16. März Melden Geschrieben 16. März vor 14 Minuten schrieb Ennasus: Da stimme ich dir zu. Aber wenn man von den einen (empfindlichen oder wirklich verletzlichen) Usern einfordert, dass sie mehr aushalten lernen sollen, kann man nicht mit dem gleichen Recht von den anderen, die offensichtlich mit anderen Abwehrmechanismen ausgestattet sind) einfordern, dass sie es aushalten, wenn man ihnen ab und zu ein klares: "So geht es nicht weiter" zumutet? ich muss vielleicht mal was Grundsätzliches schreiben (das auch der Grund ist, warum ich mich zu Wort gemeldet habe): Ich glaube, dass solche Diskussionen wie die hier - wie wir miteinander umgehen wollen, welchen Stellenwert Verletzlichkeit und Sensibilität auf der einen Seite und Wehrhaftigkeit und stabile Schutzmechanismen auf der anderen Seite haben und was das für ein Miteinander bedeutet, dass Menschen so unterschiedlich gebaut sind und unterschiedliche Bedürfnisse haben, mindestens so politisch sind wie die Frage, welche Partei womit Recht hat oder nicht. Und ich glaube, dass sie gut und dringend notwendig sind. Tja.... Und dann gibt es noch die, die durchaus verletzlich sind, aber nicht die Erwartung haben, dass alle darauf Rücksicht nehmen, sondern an sich arbeiten, um selbst mit ihrer Sensibilität gemeinschaftskompatibler umzugehen. Ich kann grundsätzlich erwarten, dass mein Gegenüber mich ernstnimmt, wenn ich ihm signalisiere, dass ich mich etwas verletzt hat. Ich kann aber nicht erwarten, dass jemand dazu bereit ist, wenn das sehr oft signalisiert wird. Da wird es dann nämlich eine Überforderung der Gemeinschaft.
rorro Geschrieben 16. März Melden Geschrieben 16. März vor einer Stunde schrieb Cosifantutti: Wenn natürlich niemand überhaupt und grundsätzlich ein Interesse daran hat, über Themen von Kirche, Religion, Philosophie, Weltreligionen, Religionskritik, Glaube und Atheismus, Spiritualität und Mystik, Bibel, christliche / katholische Soziallehre zu schreiben und sich über diese Themen auszutauschen, wird das Forum dann in einem ganz sanften Tod friedlich entschlafen. Interesse ist meinerseits durchaus vorhanden (wenn auch nicht an allen genannten Themen). Allerdings nicht in der Art und Weise, wie diese Themen bislang besprochen wurden. Doch das liegt an mir. 1
Ennasus Geschrieben 16. März Melden Geschrieben 16. März (bearbeitet) vor 45 Minuten schrieb Die Angelika: Tja.... Und dann gibt es noch die, die durchaus verletzlich sind, aber nicht die Erwartung haben, dass alle darauf Rücksicht nehmen, sondern an sich arbeiten, um selbst mit ihrer Sensibilität gemeinschaftskompatibler umzugehen. Ich kann grundsätzlich erwarten, dass mein Gegenüber mich ernstnimmt, wenn ich ihm signalisiere, dass ich mich etwas verletzt hat. Ich kann aber nicht erwarten, dass jemand dazu bereit ist, wenn das sehr oft signalisiert wird. Da wird es dann nämlich eine Überforderung der Gemeinschaft. Tja. Sind lauter Individuen im Forum. Und manche brauchen mehr Verständnis und Bereitschaft, sie auszuhalten als andere. Auch von einer Gemeinschaft, wenn sie als Gemeinschaft weiter existieren will. Ich hätte es aber eigentlich eh nicht so verstanden, dass die, die du mit diesem Posting addressierst, die Reaktion des Forumsbetreibers bewirkt haben. bearbeitet 16. März von Ennasus
Thofrock Geschrieben 16. März Melden Geschrieben 16. März vor 4 Stunden schrieb nannyogg57: Der Pfleger ist weg, unter anderem, weil er zu oft persönlich angegangen wurde. Ein aussagekräftiges Beispiel für das was ich gestern schrieb. Die zunehmende Schieflage in diesem Forum führte dazu, dass die Angriffe nicht nur zahlenmäßig immer mehr wurden, sondern gleichzeitig auch aggressiver, eben weil die zahlenmäßig überlegene Seite die Meinung entwickelte, sich mehr erlauben zu dürfen. Anwachsende Schieflage also nicht nur im zahlenmäßigen Verhältnis, sondern auch in der Aggression und Hemmungslosigkeit. Da hätte man aber natürlich moderativ einen Keil einschlagen können, um das Forum in der Balance zu halten. Bevor man den ganzen Laden jetzt quasi lahm legt, wäre es angezeigt gewesen, einfach nur ein paar Aggressoren auszusortieren. Denn rausgeflogen ist ja hier seit Uhrzeiten niemand mehr, obwohl es ausreichend Anlässe gegeben hätte.
Shubashi Geschrieben 16. März Melden Geschrieben 16. März 1 hour ago, Ennasus said: Aber das ist erstens das Recht von Gastgebern und meines Erachtens sogar ihre Pflicht, wenn in ihrem Haus Dinge geschehen, die sie nicht mehr mittragen wollen oder können. Dann würde ich mich in meinem Haus auch verantwortlich fühlen und sagen: Ihr könnt reden was und wie ihr wollt, aber nicht so in meinem Haus. Entweder ihr redet anders oder ihr sucht euch einen anderen Ort. Niemand muss dann deswegen gehen, jeder hat die Wahl. Das ist kein Hinauswurf einer Person, sondern das berechtigte Einfordern von Standards und Regeln (die auch vorher bekannt gegeben worden sind.) Zweitens gehen und gingen solchen Entscheidungen meines Wissens ja immer lange Perioden voraus, wo es anders versucht worden ist. Ich nehme an, das war wieder so. Bzw. haben es sogar einige so geschrieben, dass es absehbar war, dass ein Stopp kommen würde. Und drittens: Die, die jetzt moderieren und das Forum ermöglichen, haben es ähnlich wie ich früher sehr oft versucht, zu vermitteln, worum und wie es gehen könnte. Hier sind die meisten schon sehr lang am Diskutieren und könnten das theoretisch durchaus wissen. Außerdem gehe ich davon aus, dass sie erwachsen sind, und selbst wissen, wie man dazu beitragen könnte, dass es besser und interessanter wird. Das Recht, einzelne Threads oder auch das Forum zu schließen oder eben eine Hausordnung zu verhängen, ist ja unbestreitbar. Nur denke ich, dass wir dabei das wesentliche Problem übersehen: die Kirche hat ja auch immer geglaubt, ein Machtwort zu sprechen, reicht. Das hat sich als Irrtum herausgestellt. Hier ist das Problem sehr ähnlich. Ich würde die Sinnhaftigkeit eines Machtwortes nicht bezweifeln, wenn daraufhin die blühende theologisch-kirchliche Diskussion eingekehrt wäre - das ist sie aber nicht. Dahinter steckt sicherlich noch ein anderes Problem, dass eben alle Foren überhaupt insgesamt an Resonanz verloren haben und das Internet sich in immere spezialisierte, gegeneinander abgeschottete Blasen zerfasert hat. Nur halte ich es für keine gute Entwicklung, auch wenn ich hoffe, dass sich nach der jetzigen Aktion noch jemand findet, der einen Platz für sehr diverse Diskussionen offen hält. Nur muss uns klar sein - und da wird es ein letztes Mal „politisch“ - dass genau dieses Verhalten: wenn mir der Ton nicht passt, verhänge ich top-down neue Regeln, definitiv nicht funktioniert und die Menschen, die so gemaßregelt werden, sich nicht in Luft auflösen. Aus einem privaten Forum kann ich sie ausschließen - aber aus dem ganzen Land, aus einem Kontinent? Das ist auch das Problem mit Thofis Ansatz: einen Thread kann man verbieten, vielleicht auch eine Partei, aber am Ende auch das ganze Volk? Wir merken gerade, was passiert, wenn man meint, nicht mehr kommunizieren zu müssen, weil einem vielleicht der Ton oder Gesprächspartner nicht passt. Wenn wir dafür keine Lösung finden, haben wir wirklich ein Problem, denn die Sanktionen verhängen dann irgendwann die ignorierten anderen. Einfach nur zu schweigen und woanders hinzugehen, wird irgendwann an Grenzen stoßen, vermutlich sogar im Sinne des Wortes. 1 2
Thofrock Geschrieben 16. März Melden Geschrieben 16. März vor 1 Stunde schrieb Die Angelika: Ehrlich gesagt: Für mich ist dieser Zug aus sehr persönlichen Gründen abgefahren. Falls es noch nicht klar geworden sein sollte: Die Schließung des Threads zu den sozialethischen Zwischenrufen lässt mich nicht einmal glauben, dass wenigstens die jetzt ausgegebene Linie, man könne hier politische Themen mit eindeutigem kirchlichen Bezug noch diskutieren, gehalten wird. Und diese Linie ist mir zudem von meinem christlichen Selbstverständnis her auch zu absurd: Christen, die also erwarten, dass Nichtchristen zu politischen Themen einen kirchlichen/christlichen Bezug herstellen, damit sie sich äußern können. Das ist für mich nicht ernstzunehmen. Dann werden diese Christen aller Wahrscheinlichkeit nach gerne unter sich über Politik diskutieren. Die Ergebnisse werden auf Dauer wahrscheinlich entsprechend werden. Zu einer solchen Gruppe von Christen gehöre ich dann aber nicht dazu. Ich glaube, du interpretierst da zu viel rein. Dein Thread war bei den gesperrten mehr zufällig dabei, einige andere, bei denen es mehr Sinn gemacht hätte, waren zufällig nicht dabei. Rolf wird das ganz spontan in einer Viertelstunde durchgezogen haben. Eine längere Beobachtung mit anschließender Analyse hat es sicher nicht gegeben. Wahrscheinlich hat er in die betreffenden Threads nicht mal rein gelesen. Das hatten wir doch hier oft, und später hat sich dann herausgestellt, dass es gar nicht so gemeint war. Das sogenannte "Relaunch" dient insofern als Deja vu.
bw83 Geschrieben 16. März Melden Geschrieben 16. März vor 14 Minuten schrieb Shubashi: Das Recht, einzelne Threads oder auch das Forum zu schließen oder eben eine Hausordnung zu verhängen, ist ja unbestreitbar. Nur denke ich, dass wir dabei das wesentliche Problem übersehen: die Kirche hat ja auch immer geglaubt, ein Machtwort zu sprechen, reicht. Das hat sich als Irrtum herausgestellt. Hier ist das Problem sehr ähnlich. Ich würde die Sinnhaftigkeit eines Machtwortes nicht bezweifeln, wenn daraufhin die blühende theologisch-kirchliche Diskussion eingekehrt wäre - das ist sie aber nicht. Dahinter steckt sicherlich noch ein anderes Problem, dass eben alle Foren überhaupt insgesamt an Resonanz verloren haben und das Internet sich in immere spezialisierte, gegeneinander abgeschottete Blasen zerfasert hat. Nur halte ich es für keine gute Entwicklung, auch wenn ich hoffe, dass sich nach der jetzigen Aktion noch jemand findet, der einen Platz für sehr diverse Diskussionen offen hält. Nur muss uns klar sein - und da wird es ein letztes Mal „politisch“ - dass genau dieses Verhalten: wenn mir der Ton nicht passt, verhänge ich top-down neue Regeln, definitiv nicht funktioniert und die Menschen, die so gemaßregelt werden, sich nicht in Luft auflösen. Aus einem privaten Forum kann ich sie ausschließen - aber aus dem ganzen Land, aus einem Kontinent? Das ist auch das Problem mit Thofis Ansatz: einen Thread kann man verbieten, vielleicht auch eine Partei, aber am Ende auch das ganze Volk? Wir merken gerade, was passiert, wenn man meint, nicht mehr kommunizieren zu müssen, weil einem vielleicht der Ton oder Gesprächspartner nicht passt. Wenn wir dafür keine Lösung finden, haben wir wirklich ein Problem, denn die Sanktionen verhängen dann irgendwann die ignorierten anderen. Einfach nur zu schweigen und woanders hinzugehen, wird irgendwann an Grenzen stoßen, vermutlich sogar im Sinne des Wortes. Du bläst diese Entscheidung auf, dass die Tragweite schlichtweg komplett übertrieben dargestellt wird.
Ennasus Geschrieben 16. März Melden Geschrieben 16. März (bearbeitet) vor 27 Minuten schrieb Shubashi: Das Recht, einzelne Threads oder auch das Forum zu schließen oder eben eine Hausordnung zu verhängen, ist ja unbestreitbar. Nur denke ich, dass wir dabei das wesentliche Problem übersehen: die Kirche hat ja auch immer geglaubt, ein Machtwort zu sprechen, reicht. Das hat sich als Irrtum herausgestellt. Hier ist das Problem sehr ähnlich. Ich würde die Sinnhaftigkeit eines Machtwortes nicht bezweifeln, wenn daraufhin die blühende theologisch-kirchliche Diskussion eingekehrt wäre - das ist sie aber nicht. Dahinter steckt sicherlich noch ein anderes Problem, dass eben alle Foren überhaupt insgesamt an Resonanz verloren haben und das Internet sich in immere spezialisierte, gegeneinander abgeschottete Blasen zerfasert hat. Nur halte ich es für keine gute Entwicklung, auch wenn ich hoffe, dass sich nach der jetzigen Aktion noch jemand findet, der einen Platz für sehr diverse Diskussionen offen hält. Nur muss uns klar sein - und da wird es ein letztes Mal „politisch“ - dass genau dieses Verhalten: wenn mir der Ton nicht passt, verhänge ich top-down neue Regeln, definitiv nicht funktioniert und die Menschen, die so gemaßregelt werden, sich nicht in Luft auflösen. Aus einem privaten Forum kann ich sie ausschließen - aber aus dem ganzen Land, aus einem Kontinent? Das ist auch das Problem mit Thofis Ansatz: einen Thread kann man verbieten, vielleicht auch eine Partei, aber am Ende auch das ganze Volk? Wir merken gerade, was passiert, wenn man meint, nicht mehr kommunizieren zu müssen, weil einem vielleicht der Ton oder Gesprächspartner nicht passt. Wenn wir dafür keine Lösung finden, haben wir wirklich ein Problem, denn die Sanktionen verhängen dann irgendwann die ignorierten anderen. Einfach nur zu schweigen und woanders hinzugehen, wird irgendwann an Grenzen stoßen, vermutlich sogar im Sinne des Wortes. Ich verstehe, was du meinst. Ich glaube aber, dass du der Dimension der Herausforderung nicht gerecht wirst mit Formulierungen wie: "Wenn mir der Ton des Ganzen nicht passt... " Das nimmt nicht ernst. Niemand von uns kann die ganze Welt retten. Ich kann vielleicht die Aggressivität und das Verächtlichmachen anderer eine Zeitlang mitzutragen versuchen, um eben genau das Gespräch nicht abzubrechen und weil ich weiß, dass sich niemand in Luft auflöst. Aber wenn ich merke, dass ich an Grenzen stoße, die zu überwinden meine Ressourcen nicht reichen, will ich zumindest darauf achten, dass in meinem unmittelbaren Umfeld Menschen geschützt und nicht der Gewalt durch andere preisgegeben werden. Es tut weh, mir eine solche Ohnmacht einzugestehen, aber dass ich so tue, ist mir zumindest klar für mein unmittelbares Umfeld, auf das ich Einfluss und für das ich wirklich Verantwortung habe. bearbeitet 16. März von Ennasus 1
bw83 Geschrieben 16. März Melden Geschrieben 16. März vor 43 Minuten schrieb Die Angelika: @bw83: Ach ja, noch zur Ergänzung: Es mag dir entgangen sein. Ich habe früher im religiös kirchlichen Beteich des Forums ziemlich viel und sehr persönlich geschrieben. Nach meiner Konversion in die evangelische Kirche habe ich in einem sehr persönlichen Beitrag erklärt, warum ich konvertiert bin und wie ich nach wie vor zur RKK stehe. Mir wurde dort oft genug mit Kommentaren, die sehr wohl unterhalb der Gürtellinie waren, deutlich gemacht, dass man meine Ansichten nicht lesen wolle bis hin zu, dass ich eigentlich gar kein Christ sei. Tja, da sind dann meine Grenzen der Belastbarkeit, zumal ich mir die Konversionsentscheidung wahrlich nicht einfach gemacht habe. So viel zum Thema Umgang miteinander. Und es hätte dir vielleicht auffallen können, dass ich im sog weltlichen Forenbereich meine Position durchaus christlich zu begründen versucht habe. Nur halte ich halt nichts davon, mit einem Babberl auf der Stirn mit der Aufschrift "Ich denke als Christ " durch Diskussionen zu surfen 1. Weiß ich das. 2. Und weiter? Jedem müsste längst aufgefallen sein, dass der Ton in politischen Diskussionen unter aller Kanone war. Auch ich habe dazu beigetragen. Außerdem war "eine Seite" massiv überrepräsentiert. Hier geht es die ganze Zeit um "ich, ich, ich". Als wäre ein Spielzeug weggenommen worden.
Die Angelika Geschrieben 16. März Melden Geschrieben 16. März vor 21 Minuten schrieb Thofrock: Ein aussagekräftiges Beispiel für das was ich gestern schrieb. Die zunehmende Schieflage in diesem Forum führte dazu, dass die Angriffe nicht nur zahlenmäßig immer mehr wurden, sondern gleichzeitig auch aggressiver, eben weil die zahlenmäßig überlegene Seite die Meinung entwickelte, sich mehr erlauben zu dürfen. Anwachsende Schieflage also nicht nur im zahlenmäßigen Verhältnis, sondern auch in der Aggression und Hemmungslosigkeit. Da hätte man aber natürlich moderativ einen Keil einschlagen können, um das Forum in der Balance zu halten. Bevor man den ganzen Laden jetzt quasi lahm legt, wäre es angezeigt gewesen, einfach nur ein paar Aggressoren auszusortieren. Denn rausgeflogen ist ja hier seit Uhrzeiten niemand mehr, obwohl es ausreichend Anlässe gegeben hätte. Eine Schieflage in der Aggression und Hemmungslosigkeit? Gibt es etwa eine Form von Aggression und Hemmungslosigkeit, die in Balance bleibt? Um das Forum in Balance halten zu können, wäre mMn angesichts des Eifers, der sowohl auf der von dir bekämpften Seite, als auch auf der anderen Seite teilweise herrschte, ein Heer an Moderatoren notwendig gewesen bei dem Anspruch, den man mittels der Forenregeln erhoben hat. Denn die wenigsten Kommentare, die dann wirklich gelöscht wurden, kamen mMn so völlig aus dem Nichts, sondern waren Ergebnis eines Eskalationsprozesses, der eine Vorgeschichte mit teilweise reichlich schamlosen grenzwertigen Sticheleien hatte, die bisweilen auch den Eindruck erweckten, nicht versehentlich gesetzt worden zu sein. Leider wurden dann, und das laste ich auf keinen Fall den Moderatoren an, eben Sticheleien bisweilen stehengelassen (die sind ja auch nicht ganz so offensichtlich), was wohl zu unguten gruppendynamischen Prozessen geführt hat. Ich will auch gar nicht wissen, wo du die Aggressoren siehst, die man dMn einfach hätte aussortieren müssen. Ich hätte da dann nämlich im Gegenzug, wenn gleicher Maßstab für alle gelten soll, auch einen Namen auf der Agressorenliste, den du höchstwahrscheinlich nicht auf deiner Liste hast.
Thofrock Geschrieben 16. März Melden Geschrieben 16. März vor 13 Minuten schrieb Shubashi: Nur muss uns klar sein - und da wird es ein letztes Mal „politisch“ - dass genau dieses Verhalten: wenn mir der Ton nicht passt, verhänge ich top-down neue Regeln, definitiv nicht funktioniert und die Menschen, die so gemaßregelt werden, sich nicht in Luft auflösen. Aus einem privaten Forum kann ich sie ausschließen - aber aus dem ganzen Land, aus einem Kontinent? Das ist auch das Problem mit Thofis Ansatz: einen Thread kann man verbieten, vielleicht auch eine Partei, aber am Ende auch das ganze Volk? Wir merken gerade, was passiert, wenn man meint, nicht mehr kommunizieren zu müssen, weil einem vielleicht der Ton oder Gesprächspartner nicht passt. Wenn wir dafür keine Lösung finden, haben wir wirklich ein Problem, denn die Sanktionen verhängen dann irgendwann die ignorierten anderen. Einfach nur zu schweigen und woanders hinzugehen, wird irgendwann an Grenzen stoßen, vermutlich sogar im Sinne des Wortes. Jetzt müssen wir aber nicht gleich dieses Forum mit dem Bundestag vergleichen. Zumal dort in Bezug auf Beleidigungen klare Regeln herrschen. Denn in dem Punkt hat Rolf natürlich recht. Es hat hier justiziable Beleidigungen gegeben, und zwar reihenweise. Und wenn ein User viele Male anderen bescheinigt, sie hätten Lack gesoffen, und der Rest von ihrem Hirn sei jetzt auch noch weg, dann sollte man Grenzen ziehen. Denn auch wenn das gelöscht wurde, hat betreffender User das immer wieder geschrieben, um triumphierend darauf hinzuweisen, dass er es kann. So, und wenn du da dann tatsächlich nicht "maßregelst", dann verlierst du eben andere User.
Shubashi Geschrieben 16. März Melden Geschrieben 16. März (bearbeitet) 1 hour ago, bw83 said: Du bläst diese Entscheidung auf, dass die Tragweite schlichtweg komplett übertrieben dargestellt wird. Diese Entscheidung ist für mich ja kein Junktim zur Weltlage, so war es nicht gemeint. Ich denke nur, dass wir in der Gesellschaft/den Gesellschaften des Westens ein vergleichbares Problem haben, das uns mehr Kopfzerbrechen bereiten wird. (Und dass ich mich darüber unterhalten will, um es besser zu verstehen, ist mir tatsächlich weiterhin ein Bedürfnis.) bearbeitet 16. März von Shubashi 1
Die Angelika Geschrieben 16. März Melden Geschrieben 16. März vor 25 Minuten schrieb Thofrock: Rolf wird das ganz spontan in einer Viertelstunde durchgezogen haben Warum behauptest du das wieder, obwohl @Alfons das bereits dementiert hat? Hieraus entnehme ich, dass das keine Spontanaktion war, sondern die Moderation involviert war.
Shubashi Geschrieben 16. März Melden Geschrieben 16. März 18 minutes ago, Ennasus said: Niemand von uns kann die ganze Welt retten. Auch das ist richtig, wenn ich es auch immer sehr gern anders hätte. Wie gesagt, bleibt mir aber das Bedürfnis, darüber zu reden, welchen Zustand die Welt hat. Es ist aber nicht schlimm, es hier nicht zu können, ich respektiere ja die Situation, dass dadurch eine privat nicht zumutbare Belastung entstanden ist. 1
Die Angelika Geschrieben 16. März Melden Geschrieben 16. März vor 21 Minuten schrieb bw83: Du bläst diese Entscheidung auf, dass die Tragweite schlichtweg komplett übertrieben dargestellt wird. Ich lese @Shubashis Kommentare hierzu als weiterführende Gedanken. Er reflektiert die Haltung, die nach seiner Wahrnehmung dahintersteckt, und beginnt eine Grundsatzdiskussion. Natürlich könnte er (und auch ich) denken "Geht mir doch am Ärmel vorbei, dann suche ich mir halt ein anderes Forum oder baue eins nach meinen Vorstellungen", das wäre aber nicht über den eigenen Tellerrand hinaus gedacht. Und wie schon gesagt, dass was ich hier im Forum erlebe, erlebe ich auch außerhalb des Internets. Es mag ja sein, dass du das so siehst, dass er diese Entscheidung aufbläst. Nur, - woher nimmst du die Sicherheit, dass das wirklich so ist und nicht du Shubashis Ausführungen etwas merkwürdig einordnest?
Alfons Geschrieben 16. März Melden Geschrieben 16. März Unsere Café-Threads enden traditionell mit der Seite 100. Wir sind auf Seite 98. Ich schlage vor, wir machen jetzt einmal eine Ausnahme und lassen diesen Thread auch über 100 weiter laufen, der lebhaften Diskussion halber. Alfons als Moderator PS: Danke für die bislang erfreulich sachliche und engagierte Debatte. 1
Die Angelika Geschrieben 16. März Melden Geschrieben 16. März vor 28 Minuten schrieb Ennasus: Aber wenn ich merke, dass ich an Grenzen stoße, die zu überwinden meine Ressourcen nicht reichen, will ich zumindest darauf achten, dass in meinem unmittelbaren Umfeld Menschen geschützt und nicht der Gewalt durch andere preisgegeben werden. Fettung von mir: darauf bezieht sich mein nachfolgender Kommentar: Nun ja, und jetzt bist du an einem Punkt angelangt, an dem ich meine, dass du die tatsächlichen Geschehnisse aufbläst. Das klingt geradezu so, als hätte sich im Politik-Bereich des Forums eine Menge an verbal gewalttätiger Menschen getummelt, dass die Gefahr bestand, dass verbal schwächer aufgestellte Menschen ihnen hilflos preisgegeben gewesen wären. Sorry, das, liebe Ennasus, verletzt nun mich als eine derjenigen, die viel in diesem Bereich geschrieben haben, und ich verwahre mich aufs Schärfste gegen eine solche verzerrende Skizzierung der Geschehnisse hier. 1
Die Angelika Geschrieben 16. März Melden Geschrieben 16. März vor 34 Minuten schrieb bw83: 1. Weiß ich das. 2. Und weiter? Jedem müsste längst aufgefallen sein, dass der Ton in politischen Diskussionen unter aller Kanone war. Auch ich habe dazu beigetragen. Außerdem war "eine Seite" massiv überrepräsentiert. Hier geht es die ganze Zeit um "ich, ich, ich". Als wäre ein Spielzeug weggenommen worden. Nein, darum geht es nicht. Im übrigen könnte man ja zukünftig bei der Forenanmeldung die jeweilige Haltung der potenziellen User abfragen und anschließend nur noch nach Quote Anmeldungen zulassen. 😉
Die Angelika Geschrieben 16. März Melden Geschrieben 16. März vor 5 Minuten schrieb Alfons: Unsere Café-Threads enden traditionell mit der Seite 100. Wir sind auf Seite 98. Ich schlage vor, wir machen jetzt einmal eine Ausnahme und lassen diesen Thread auch über 100 weiter laufen, der lebhaften Diskussion halber. Alfons als Moderator PS: Danke für die bislang erfreulich sachliche und engagierte Debatte. Ach ja, bei der Gelegenheit: Ich habe dein Engagement trotz mancher Meinungsverschiedenheit immer als neutral und um Ausgleich bemüht empfunden. Auch das hier jetzt: Genau so stelle ich mir Moderation vor 1
Studiosus Geschrieben 16. März Melden Geschrieben 16. März (bearbeitet) vor 2 Stunden schrieb Cosifantutti: Der Forumsbetreiber hat daran erinnert, dass dies hier kein politisches Forum ist, sondern ein Forum für kirchlich, religiöse, spirituelle Themen. Ich will ja nicht sagen, ich hab's gesagt, aber ich hab's gesagt. Dazu gerne den Thread zum damaligen Foren-Relaunch konsultieren. Schon seinerzeit ging es genau um diese Frage: Welche Ausrichtung sollte das Forum haben? Und da habe ich als einer der Wenigen, um nicht zu sagen Einziger, dafür plädiert, dass es hier in der Regel nur religiöse Themen geben sollte. Denn schon damals entfiel deutlich mehr Aktivität im Forum auf politische Threads. Damals wurde meine Meinung komplett niedergebügelt. Und jetzt, einige Jahre später, ist sie herrschende Lehre. Das nur als "forenhistorische" Anmerkung. Ob diese inhaltliche Beschränkung, wie ich sie damals wollte, so sinnvoll ist, sei mal dahingestellt. Ich sehe das mittlerweile auch etwas differenzierter. Fakt ist allerdings, dass sich schon vor dem Relaunch viele theologische Themen recht schnell totgelaufen haben, weil einfach kein so großes Interesse daran besteht. Und vieles ist tatsächlich einfach nach Jahren "ausdiskutiert". Es kommen, egal von welcher Seite, immer nur dieselben Argumente. Ich könnte fast schon zu einer beliebigen Überschrift einen ganzen Thread mit den üblichen Pro- und Contra-Argumenten verfassen. Mit der Zeit kennt man eben sich selbst und auch die anderen. Insbesondere bei so einer kleinen Zahl aktiver User. Das wird sich zukünftig wahrscheinlich noch steigern. bearbeitet 16. März von Studiosus
Shubashi Geschrieben 16. März Melden Geschrieben 16. März 1 minute ago, Studiosus said: Damals wurde meine Meinung komplett niedergebügelt. Und jetzt, einige Jahre später, ist sie herrschende Lehre. Das kann man ja auch gerne so machen. Was aber, wenn die Kirche selbst politisch wird, wie vor der letzten Wahl? Der entsprechende Thread wurde ja auch mit eingestampft. Und der Thread zum „synodalen Weg“ hatte am Ende vermutlich genauso viel Moderationsbedarf wie „säkular-strittige“ Themen - und alle „liberal-katholischen“ Kombattanten sind auch inzwischen verschwunden oder minimal aktiv. Ob es also wirklich was geändert hätte?
mn1217 Geschrieben 16. März Melden Geschrieben 16. März Am 14.3.2025 um 17:46 schrieb Marcellinus: Trotzdem ist es schade. Gerade jetzt hätte man einen Austausch brauchen können. Wir sollten einen privaten Discord-Server aufsetzen. So viele waren wir eh nicht mehr. Wasn dasn?
Recommended Posts