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Glaubt ihr an die Auferstehung?


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Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Die Angelika:

 

Und?

So lange man lebt, erscheint alles im Licht dieses Lebens. Wenn das Leben endet, endet dieses Licht. Wer also das Licht des Glaubens nicht hat, der hat auch kein Licht, das dieses Leben und den Tod [dieses Lebens] verbindet.

Wer sich an die Erscheinungen dieses Lebens bindet, dem fehlt notwendigerweise das Licht des Glaubens.

Gott steht über allen irdischen Erscheinungen und Gott erschuf den Menschen als sein potentielles Abbild. Die Seele des Menschen steht demnach potentiell über allen irdischen Erscheinungen.

Joh 17, 3  Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. 

Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb SteRo:

Joh 12, 24  Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht. 25  Wer sein Leben liebt, verliert es; und wer sein Leben in dieser Welt hasst, wird es zum ewigen Leben bewahren.

 

Und? Dunkel ist deiner Zitate Sinn in diesem Thread.

Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb SteRo:

So lange man lebt, erscheint alles im Licht dieses Lebens. Wenn das Leben endet, endet dieses Licht.

 

Nu, wenn du das so siehst, scheint dir noch so einiges an Erfahrung mit diesseitigem Leben zu fehlen....

Mir wenigstens erscheint mitnichten alles im Licht dieses Lebens.

Gott beliebt nämlich durchaus auch in diesem unserem Leben im Hier und Jetzt aufzuscheinen. Es gibt nur hinreichen religiöse Institutionen,  die Zweifel in den Menschen säen, dass ihnen ganz individuell und ohne Autorisierung durch religiöse Institutionen das Licht Gottes in ihrem Leben begegnet.

 

 

Geschrieben
Am 9.10.2024 um 07:01 schrieb Die Angelika:

 

Und? Dunkel ist deiner Zitate Sinn in diesem Thread.

Es gibt wahrlich genug Schriften innerhalb des Fundus der Kirche, die also nicht als Häresie gelten und die Hilfe bei der Auslegung der Bibel geben.

 

Am 9.10.2024 um 07:08 schrieb Die Angelika:

Gott beliebt nämlich durchaus auch in diesem unserem Leben im Hier und Jetzt aufzuscheinen. Es gibt nur hinreichen religiöse Institutionen,  die Zweifel in den Menschen säen, dass ihnen ganz individuell und ohne Autorisierung durch religiöse Institutionen das Licht Gottes in ihrem Leben begegnet.

Da ist er wieder, der ubiquitäre Protestantismus, der sich willkürlich auf irreführende Subjektivität beruft, um damit einen Privatglauben vor sich und der Welt zu rechtfertigen.

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Werner001:

Achso, das erklärt ja die vielen Kirchengebote. Wer sich an die alle hält, muss sein Leben hassen. So führt die Kirchliche Lehre zum Ewigen Leben

 

Werner

Bist du sicher, dass du von den Kirchengeboten redest und nicht von deinem Hass, den du Gott gegenüber hegst, weil du dein Leben mehr liebst als alles andere?

 

Kirchengebote gibt es lt. KKK diese:

2042
Das erste Gebot („Du sollst am Sonntag und an den anderen gebotenen
Feiertagen der heiligen Messe andächtig beiwohnen und dich knechtlicher Arbeiten
enthalten“) ...

Das zweite Gebot („Du sollst deine Sünden jährlich wenigstens einmal
beichten“) ...

Das dritte Gebot („Du sollst wenigstens zur österlichen Zeit sowie in Todes-
gefahr die heilige Kommunion empfangen“) ...

2043
Das vierte Gebot („Du sollst die von der Kirche gebotenen Fast- und Absti-
nenztage halten“) ...

Das fünfte Gebot („Du sollst der Kirche in ihren Erfordernissen beistehen“) ...

 

 

 

Geschrieben
vor 9 Minuten schrieb SteRo:

Kirchengebote gibt es lt. KKK diese

Achja, stimmt, das ganze andere Zeug wird ja unter dem Label „göttliche Gebote“ verkauft. Naja, wer‘s glaubt wird selig.

 

Werner

 

 

Geschrieben
On 10/6/2024 at 11:51 PM, Die Angelika said:

Es ist mir mittlerweile ziemlich wurscht, ob es überhaupt eine Auferstehung nach dem Tod gibt. 

Der Punkt ist mir zu zentral um wurscht zu sein. Aber so ne Auferstehung spart halt kein CO2 und schützt auch kein Kind vor komischen Drohbotschaften.

Deswegen organisiere ich meine Auferstehung später und versuche jetzt zu "halten, weil ich gehalten werde".

Geschrieben
Am 6.10.2024 um 23:51 schrieb Die Angelika:

Es ist mir mittlerweile ziemlich wurscht, ob es überhaupt eine Auferstehung nach dem Tod gibt.

Analysieren wir: Was bestimmt deine Begriffsbildung zum Wort "Auferstehung"? Es kann nur das sein, was andere dir davon erzählt haben. Da aber "Auferstehung" auf etwas Übernatürliches referenziert, welche Beziehung kann das, was der natürliche Verstand sich dazu ausdenken kann, zum Wesen von "Auferstehung" haben?

Die Frage, ob es die "Auferstehung" gibt oder nicht, kann also ruhigen Gewissens beantwortet werden mit: das, was der natürliche Verstand sich dazu ausdenken kann, ist nicht notwendigerweise die Bedeutung von "Auferstehung", weil - positiv formuliert - etwas Übernatürliches nicht notwendigerweise vom natürlichen Verstand erfasst werden kann oder weil - negativ formuliert - der natürliche Verstand nichts Übernatürliches erfassen kann. Positiv formuliert gibt es also "Auferstehung" nicht notwendigerweise, negativ formuliert gibt es "Auferstehung" (als begriffliches Produkt des natürlichen Verstandes) nicht.

Geschrieben
vor 14 Minuten schrieb SteRo:

Positiv formuliert gibt es also "Auferstehung" nicht notwendigerweise, negativ formuliert gibt es "Auferstehung" (als begriffliches Produkt des natürlichen Verstandes) nicht.

Wir haben es bei den theologischen Darlegungen zu "Auferstehung" demzufolge mit einem Phänomen zu tun, welches jenem ähnlich ist, das uns bereits bei der gefallenen Natur des Menschen begegnet ist: es gibt ein Narrativ, welches eine "Rahmenerzählung" ist, die lediglich als Transportmedium zur Übermittlung der Kernbotschaft (der eigentlichen Offenbarung von "Auferstehung") dient.

Geschrieben

Ein Bekannter von mir ist kürzlich verstorben mit 69 Jahren und wurde möglichst kostengünstig in einem Urnenmassengrab beigesetzt mit einer 10-Minuten-Beerdigung. Also verbrannt und für immer ausgelöscht so wie man eine Computerdatei löscht ?

Jedenfalls hat man diesen Eindruck. Als würde wieder der Zustand der Nichtexistenz eintreten wie er vor Verschmelzung der Eizelle mit der Samenzelle auch schon gegolten hat. Nur dass die Nichtexistenz nun ewig dauert.

Die nihilistischen Atheisten glauben dies. Sie haben keine Hoffnung.

Wenn es eine Auferweckung von den Toten gibt, so geschieht dies meines Erachtens durch ein übernatürliches Wunder von der Qualität der Wunder, die Jesus Christus zu Lebzeiten auf Erden gewirkt hat. Die Wunder des Jesus Christus waren nie ein Widerspruch zu den Naturgesetzen, sondern haben sich immer harmonisch in unsere Wirklichkeit eingefügt. Die Auferstehung ist sogar eine völlige Neuschöpfung, das radikal Neue.

Geschrieben

Aus Sicht dieser Welt in der wir leben und in der wir gefangen sind, können wir nur feststellen: Wer die Grenze des Todes überschritten hat, kommt nicht wieder zurück. Der Tod ist eine Erkenntnisgrenze, von denen es ja einige gibt. Wir können nur bis zu einer Grenze blicken und wissen nicht was dahinter ist als wären wir in einem Zimmer gefangen und von Wänden umgeben. Der Tod durchbricht diese Schranken.

Die meisten Menschen sind ernüchtert. Sie erleben, dass ein geliebter Mensch stirbt, sehen vielleicht noch seine Leiche und ansonsten nur die Urne mit der Asche und dann verschwindet der Verstorbene für immer auf dem Friedhof. Es gibt auch schwere Unglücke wie Flugzeugabstürze bei denen man den Verstorbenen nicht mehr wieder findet, weg, verbrannt, zerfetzt.

Jedenfalls kommen die Toten nicht wieder als wären sie wie eine Computerdatei für immer ausgelöscht.

 

Ich habe einen älteren Bekannten gefragt wie er einmal sterben möchte und er sagte mir, ein Anästhesist solle ihn bewusstlos betäuben und einschläfern wie einen Hund beim Tierarzt. Weg und aus 

Er ist davon ausgegangen, dass mit dem Erlöschen des Bewusstseins im Tode die gesamte individuelle Existenz radikal und total für immer gelöscht wird. Hirnforschung und Medizin scheinen dies zu bestätigen.

 

Wie kann denn dann eine Auferstehung möglich sein ? Meines Erachtens nur durch ein übernatürliches Geschehen, das nicht von dieser Welt ist und in eine Auferstehungswirklichkeit führt, die nicht von dieser Welt ist. Für uns hier im Diesseits nicht erfassbar und nicht verstehbar. Wir begreifen das nicht. Die Auferstehung ist das radikal Neue, eine Neuschoepfung. Eine leibliche Auferstehung. Das ist völlig unverständlich und sorgte schon zur Zeit des Jesus Christus für Spott und Zweifel. Aber ist es unmöglich ? Um dies zu beurteilen, müssten wir ein Wissen in Anspruch nehmen über das wir nicht verfügen. Wir wissen es nicht. Wir begreifen es nicht. Dies bedeutet aber nicht, dass es unmöglich ist.

Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb Werner Hoffmann:

Um dies zu beurteilen, müssten wir ein Wissen in Anspruch nehmen über das wir nicht verfügen. Wir wissen es nicht. Wir begreifen es nicht. Dies bedeutet aber nicht, dass es unmöglich ist.

Vielleicht sollten wir zunächst unterscheiden zwischen "Wissen" und "Gewissheit". Das sage ich, um dem heiligen Thomas gerecht zu werden, der stets "Wissen" von "Glauben" unterschieden hat, dabei jedoch durchaus dem "Glauben" Gewissheit zugesprochen hat.

Um deine Worte aufzugreifen: Wir müssen also eine Gewissheit (nicht "Wissen") in Anspruch nehmen, die nicht aus uns selbst erwachsen kann, sondern die uns ausschließlich geschenkt werden kann (unter der Prämisse, dass wir das Geschenk auch annehmen).

Geschrieben

"Ob Du auferweckt wirst oder nicht, das bestimmst Du nicht !", antwortete mir ein Theologe.

Meines Erachtens ist das richtig, weil Gott die Auferweckung durchführt. Andererseits hat der Mensch ein Mitbestimmungs- und Selbstbestimmungsrecht und Gott zwingt niemanden.

Zum einen gibt es viele Menschen, die gern für immer tot sein wollen, damit sie ihre ewige Ruhe haben, weil sie Angst vor einem Leben in Ewigkeit haben und darin eine Qual sehen.

Zum anderen gibt es noch mehr Menschen, die Gegner Gottes sind und mit diesem nichts zu tun haben wollen. Sie haben Interesse an einer ewigen Existenz aber so fern und so weit weg von Gott wir irgend möglich. Es kann sein, dass Gott ihrem Wunsch entspricht und sie in die ewige Finsternis entlässt.

 

Und dann gibt es eben Menschen, die schon zu Lebzeiten im Reich Gottes angekommen sind und gelassen in den Tod gehen, wissen sie doch, dass sie die Ewigkeit mit Gott verbringen werden, indem sie an dem radikal Neuen der Auferstehungswirklichkeit teilhaben.

Geschrieben
13 hours ago, Werner Hoffmann said:

Und dann gibt es eben Menschen, die ... wissen sie doch, dass sie die Ewigkeit mit Gott verbringen werden, ...

Ich nehme an, dass jemand der glaubt zu wissen, dass er in den Himmel kommt, sich mit Sicherheit irrt. Weil er die Sünde der Hochmut begangen hat.

Geschrieben (bearbeitet)

Wir Christen sind Bürger zweier Welten heißt es immer.

Feststellen kann man Folgendes:

Aus Sicht der diesseitigen Welt, deren Naturgesetze wir erforschen, kann es keine Auferstehung geben. Unsere Welt kennt den Verfall im Zeitablauf. Nichts bleibt für immer, alles vergeht und verfällt.

Eine Auferweckung und Auferstehung ist nur möglich durch ein übernatürliches Geschehen, das nicht von dieser Welt ist. Insofern verletzt die Auferstehung von den Toten weder die Naturgesetze noch widerspricht die Auferweckung dem Verfall unserer diesseitigen Wirklicheit. Es ist wie mit den Wundern des Jesus Christus. Wenn Jesus Christus ein Wunder gewirkt hat, so war dies kein Widerspruch zu unseren bekannten Naturgesetzen, denn diese Naturgesetzlichkeit wurde nicht verletzt. Die übernatürlichen Wunder des Jesus Christus haben sich harmonisch in unser Weltgefüge eingewoben. Es war ein Eingreifen Gottes von außerhalb des uns bekannten Universums. Auch nach der Zeit des Jesus Christus sind immer wieder derartige "Wunder" als Anomalien dokumentiert worden.

 

Insofern kann man die Auferweckung und Auferstehung von den Toten nicht beweisen auch nicht durch Nahtoderfahrungen. Nahtoderfahrungen betreffen immer noch unsere diesseitige Realität. Man auch nicht beweisen, auch nicht aus naturwissenschaftlicher Sicht, dass die Auferweckung und Auferstehung von den Toten unmöglich ist.

Es ist und bleibt Glaubenssache. Als Hirngespinst hat sich die Auferstehung von den Toten niemand ausgedacht. Es gibt schon eindeutige historische Belege von der Auferweckung des Jesus Christus nach seiner Kreuzigung.

bearbeitet von Werner Hoffmann
Geschrieben
vor 48 Minuten schrieb Werner Hoffmann:

Wir Christen sind Bürger zweier Welten heißt es immer.

Feststellen kann man Folgendes:

Aus Sicht der diesseitigen Welt, deren Naturgesetze wir erforschen, kann es keine Auferstehung geben. Unsere Welt kennt den Verfall im Zeitablauf. Nichts bleibt für immer, alles vergeht und verfällt.

Eine Auferweckung und Auferstehung ist nur möglich durch ein übernatürliches Geschehen, das nicht von dieser Welt ist. Insofern verletzt die Auferstehung von den Toten weder die Naturgesetze noch widerspricht die Auferweckung dem Verfall unserer diesseitigen Wirklicheit. Es ist wie mit den Wundern des Jesus Christus. Wenn Jesus Christus ein Wunder gewirkt hat, so war dies kein Widerspruch zu unseren bekannten Naturgesetzen, denn diese Naturgesetzlichkeit wurde nicht verletzt. Die übernatürlichen Wunder des Jesus Christus haben sich harmonisch in unser Weltgefüge eingewoben. Es war ein Eingreifen Gottes von außerhalb des uns bekannten Universums. Auch nach der Zeit des Jesus Christus sind immer wieder derartige "Wunder" als Anomalien dokumentiert worden.

 

Insofern kann man die Auferweckung und Auferstehung von den Toten nicht beweisen auch nicht durch Nahtoderfahrungen. Nahtoderfahrungen betreffen immer noch unsere diesseitige Realität. Man auch nicht beweisen, auch nicht aus naturwissenschaftlicher Sicht, dass die Auferweckung und Auferstehung von den Toten unmöglich ist.

Es ist und bleibt Glaubenssache. Als Hirngespinst hat sich die Auferstehung von den Toten niemand ausgedacht. Es gibt schon eindeutige historische Belege von der Auferweckung des Jesus Christus nach seiner Kreuzigung.

dann bitte raus damit wo sind die allgemein anerkannten Argumente, ich kenne nur hinkende Apologetik

Geschrieben

Wenn es eine Auferstehung gibt, dann macht es doch keinerlei Unterschied, ob jemand beim Beten vom Schlag getroffen wird, ob er von einem Meuchelmörder abgestochen oder ob er eingeschläfert wird.

Ebenso kann es doch keinen Unterschied machen, ob jemand vergraben oder verbrannt wird.

 

 Werner

Geschrieben (bearbeitet)
vor 2 Minuten schrieb Werner001:

Wenn es eine Auferstehung gibt, dann macht es doch keinerlei Unterschied, ob jemand beim Beten vom Schlag getroffen wird, ob er von einem Meuchelmörder abgestochen oder ob er eingeschläfert wird.

Ebenso kann es doch keinen Unterschied machen, ob jemand vergraben oder verbrannt wird.

 

 Werner

Ich verstehe nicht ganz den Zusammenhang zu Werner H.s Posting.  🤔

bearbeitet von Flo77
Geschrieben

Ein Bekannter von mir äußerte, dass er lieber nicht auferstehen möchte, weil er dann die Ewigkeit mit all den toxischen und unliebsamen Personen verbringen müsste, die ihm schon zu Lebzeiten so viel Leid zugefügt haben und das wäre für ihn dann die Hölle.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 22 Minuten schrieb Werner Hoffmann:

Ein Bekannter von mir äußerte, dass er lieber nicht auferstehen möchte, weil er dann die Ewigkeit mit all den toxischen und unliebsamen Personen verbringen müsste, die ihm schon zu Lebzeiten so viel Leid zugefügt haben und das wäre für ihn dann die Hölle.

 

Ist doch ein nachvollziehbarer Gedanke! Man könnte auch sagen, der Wert des Lebens bestehe in seiner Endlichkeit. Nur weil die einzelnen Lebewesen sterblich sind, gibt es im Laufe der Generationen Fortschritt. Wer braucht da schon eine Asservatenkammer verbrauchter, abgelebter Geister?

 

bearbeitet von Marcellinus
Geschrieben (bearbeitet)
vor 2 Stunden schrieb Werner Hoffmann:

Ein Bekannter von mir äußerte, dass er lieber nicht auferstehen möchte, weil er dann die Ewigkeit mit all den toxischen und unliebsamen Personen verbringen müsste, die ihm schon zu Lebzeiten so viel Leid zugefügt haben und das wäre für ihn dann die Hölle.

Mir scheint, dass du das bereits so oder so ähnlich hier oder anderswo geschrieben hattest.

Aber dieses ungläubige Verständnis von "Auferstehung" ist es nicht wert, darüber auch nur eine Silbe zu verlieren. Zur Illustration ein weltliches Beispiel: Jemand kennt nicht den Unterschied zwischen einem Kieselstein und einem Diamanten und sagt "Ein Diamant ist nichts wert, weil ein Kieselstein auch nichts wert ist." Einem so Sprechenden gegenüber ist es doch auch nicht wert, darüber auch nur eine Silbe zu verlieren.

 

Anders verhält es sich, wenn du dich selbst nicht nur als Christ wahrnimmst, sondern auch Christ bist, denn dann wirst du wissen, was du deinem Bekannten erwiderst.

 

bearbeitet von SteRo
Geschrieben (bearbeitet)

Gerhard Lohfink zitierte in seinem Buch AM ENDE DAS NICHTS den Theologen Gisbert Greshake:

 

Was ungetan blieb in der Zeit, die Chancen und die Möglichkeiten, die ausgeschlagen, verpasst und verfehlt wurden, bleiben auch verpasst und fehlend in der neuen Welt. Was gebaut ist in der Zeit, ist gebaut für immer; was unterlassen ist, bleibt unterlassen.

(G. Greshake, Auferstehung der Toten 394–395 )

 

Meines Erachtens ist das falsch und das Gegenteil ist der Fall. Denn gerade in der Auferstehung von den Toten vollzieht sich Gerechtigkeit, so dass man formulieren muss:

 

Was ungetan blieb in der Zeit, die Chancen und Möglichkeiten, die ausgeschlagen, verpasst und verfehlt wurden, werden mit der Auferstehung nachgeholt und finden ihre Erfüllung. Was gebaut ist in der Zeit muss keineswegs gebaut sein in der Ewigkeit, denn wer z.B. sein Leben auf Habgier, Macht und Besitz ausgerichtete, muss feststellen, dass dies in der Ewigkeit keinen Bestand hat. Wer in dieser Welt vieles unterlassen musste, bekommt es unzählig vielfach erstattet und geschenkt in der Auferstehung.

 

Wenn man Greshake genau nimmt, sieht er die Auferstehung in der Ewigkeit als Fortsetzung der Ungerechtigkeit unserer diesseitigen Welt. Und das ist eben falsch.

bearbeitet von Werner Hoffmann
Geschrieben (bearbeitet)
vor 2 Stunden schrieb Werner Hoffmann:

Gerhard Lohfink zitierte in seinem Buch AM ENDE DAS NICHTS den Theologen Gisbert Greshake:

 

Was ungetan blieb in der Zeit, die Chancen und die Möglichkeiten, die ausgeschlagen, verpasst und verfehlt wurden, bleiben auch verpasst und fehlend in der neuen Welt. Was gebaut ist in der Zeit, ist gebaut für immer; was unterlassen ist, bleibt unterlassen.

(G. Greshake, Auferstehung der Toten 394–395 )

 

Lieber Werner,

 

bitte sei achtsam und beachte die Offenbarung!

 

"Was ungetan blieb in der Zeit, die Chancen und die Möglichkeiten, die ausgeschlagen, verpasst und verfehlt wurden, bleiben auch verpasst und fehlend in der neuen Welt. Was gebaut ist in der Zeit, ist gebaut für immer; was unterlassen ist, bleibt unterlassen."

 

Beachte "in der Zeit". Das steht für "hier auf Erden". D.h.: Was du hier auf Erden ausschlägst, verpasst oder verfehlst, das ist nicht mehr gut zu machen nach dem Tode ("in der neuen Welt"). Was du hier auf Erden (vor-)gebaut hast in Erwartung deines Todes, das ist gebaut für die Ewigkeit, die deinem irdischen Leben folgt. Und was du unterlassen hast (vor-) zu bauen, bleibt in Ewigkeit unterlassen, wenn du gestorben bist. Verstehst du? Mit der Sekunde, in dem der Tod eintritt, ist es zu spät, um noch irgendwas korrigieren zu können.

 

 

vor 2 Stunden schrieb Werner Hoffmann:

Meines Erachtens ist das falsch und das Gegenteil ist der Fall. Denn gerade in der Auferstehung von den Toten vollzieht sich Gerechtigkeit, so dass man formulieren muss:

 

Was ungetan blieb in der Zeit, die Chancen und Möglichkeiten, die ausgeschlagen, verpasst und verfehlt wurden, werden mit der Auferstehung nachgeholt und finden ihre Erfüllung. Was gebaut ist in der Zeit muss keineswegs gebaut sein in der Ewigkeit, denn wer z.B. sein Leben auf Habgier, Macht und Besitz ausgerichtete, muss feststellen, dass dies in der Ewigkeit keinen Bestand hat. Wer in dieser Welt vieles unterlassen musste, bekommt es unzählig vielfach erstattet und geschenkt in der Auferstehung.

 

Wenn man Greshake genau nimmt, sieht er die Auferstehung in der Ewigkeit als Fortsetzung der Ungerechtigkeit unserer diesseitigen Welt. Und das ist eben falsch.

 

Nein, nein, nein. Du irrst. Du missverstehst Auferstehung. Bitte lies die Bibel! Auferstehung bedeutet nicht "Reinwaschung" von allen Fehlern und Unterlassungen in diesem irdischen Leben.

Genau genommen muss man unterscheiden: Auferstehung zum wahren Leben der Schauung Gottes, Auferstehung zu ewigen Höllenqualen, Auferstehung zum Purgatorium. Dabei besteht alles bereits für die individuellen Seelen just nach Eintritt des Todes: wahres Leben der Schauung Gottes, Höllenqualen oder Purgatorium. "Auferstehung" meint dann zum Tage des jüngsten Gerichtes die Leiber den Seelen nachfolgen und sich mit ihnen zu Menschen im jenseits vereinen.

 

"Auferstehung" ist also keinesfalls was du dir vorstellst, sondern lediglich die Verbindung von Leib und Seele entweder im wahren Leben der Schauung Gottes oder in den Höllenqualen oder im Purgatorium ... in Abhängigkeit davon was "in der Zeit" getan wurde.

 

In Kürze: Ich und Du, wir können in jeder Sekunde sterben, was wir bis dahin nicht getan haben, ist vorbei und kann nicht nachgeholt werden. Mit dem Eintritt des Todes entscheidet sich der weitere Verlauf unserer Seelen (und später der Verlauf von uns Menschen nach der per Auferstehung mit unseren Seelen vereinten Leiber). Insbesondere entscheidend ist, ob wir mit einer ungesündten Todsünde sterben, denn auf eine solche folgt unweigerlich die ewige Verdammnis in der Hölle mit den entsprechenden Höllenqualen. Die Auferstehung ändert nichts, sie lässt nur die Leiber den Seelen nachfolgen zu dem Ort, an dem diese sich bereits befinden: seilige Schauung Gottes oder Hölle oder Purgatorium.

 

bearbeitet von SteRo
Geschrieben (bearbeitet)

Am 22. November 2024 ist im Alter von 89 Jahren Peter Fenwick verstorben, ein weltweit bekannter Sterbeforscher und Forscher zu Nahtoderfahrungen.

https://www.westarp.de/peter-fenwick/startseite/

 

Ich selbst kann das nicht bestätigen. Als ich in meiner Jugend zu schnell von einem Stuhl aufstand, bin ich bewusstlos geworden. Ich hatte ohnehin niedrigen Blutdruck. Ich weiß gar nicht mehr wie lange ich bewusstlos war. Irgendwann "fuhr mein Gehirn wieder hoch" wie bei einem Computer, den man ausgeschaltet hat, um ihn später neu zu starten. Ich merkte nur, dass ich mit der linken Schulter auf einen nahe stehenden Tisch gefallen sein müsste. Aber der Schmerz ging schon wieder zurück. Ich musste doch längere Zeit bewusstlos gewesen sein. Ich hatte aber keine Nahtoderfahrung. Es war nur schwarz und dunkel. Die gleiche Erfahrung habe ich gemacht als ich mich im Rahmen einer Darmspiegelung zur Krebsvorsorge betäuben ließ. Ohne Vorwarnung schaltete man mein Bewusstsein ab. Ich lag allerdings schon auf dem Behandlungstisch auf der linken Seite. Es war als würde man den Bildschirm eines Fernsehgerätes ausschalten. Irgendwann kam das Bewusstsein zurück. Ich habe während der Bewusstlosigkeit das Nichts erlebt. Die gleiche Erfahrung hatte ein Bekannter von mir gemacht, der tatsächlich an der Schwelle zwischen Leben und Tod gestanden hat. Er sagte, er könne nur von Schwärze, Dunkelheit und dem Nichts berichten.

 

Tatsache ist, wenn man stirbt, tritt Bewusstlosigkeit ein. Das Gehirn ist diesbezüglich empfindlicher als man denkt. Das Bewusstsein schaltet sich ab, was für den Sterbenden auch gut ist, denn er bekommt das weitere Erliegen der Körperfunktionen wie das Aufhören der Atmung gar nicht mehr mit. Die Bewusstlosigkeit bleibt bestehen und aus der Bewusstlosigkeit zum Tode hin gibt es kein Erwachen.

Ein Bekannter von mir starb mit 86 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit im Krankenhaus. Er musste nie ins Pflegeheim und hat auch keinen ambulanten Pflegedienst in Anspruch genommen. Im Krankenhaus wurde er sediert und das Bewusstsein heruntergefahren. Die Angehörigen wurden gefragt ob sie die Sedierung aufheben sollen, was verneint wurde. Er bekam Morphium und wurde schließlich komplett bewusstlos. Die Atmung hörte auf. Das Herz blieb stehen. Jedes Jahr sterben in deutschen Krankenhäusern etwa 500.000 Menschen. Das kommt auf jeden von uns zu. Dessen muss sich jeder im klaren sein. Irgendwann sind wir tot. Eine bekannte ältere Dame ist im Pflegeheim gestorben. Es hat etwas eine Woche gedauert bis sie tot war, auch 86 Jahre alt. Die Woche war anstrengende Schwerstarbeit für sie wie beim Bergsteigen aber dann hatte sie es geschafft und war endlich tot. Manche Sterbende machen sich vor ihrem Tod noch grosse Sorgen und sie haben Ängste, aber wenn sie tot sind, hört das auf. Dann ist Ruhe.

 

Aus Sicht meiner Lebenserfahrung und wenn ich auf Friedhöfe gehe, kann ich nur feststellen, dass es keine Auferstehung von den Toten gibt. Wer gestorben ist, ist tot und das war's dann für immer. Ich habe von den Toten bisher noch Niemanden wiedergesehen, nichts mehr von ihnen gehört als wären sie aus der Realität ausradiert worden. Der Verstorbene hat für alle Ewigkeit aufgehört zu existieren. Für mich persönlich ist das kein Problem. Dann das Leiden und das Elend wenigstens für immer ein Ende.

 

Es gibt weiterhin den Schlaf als den "Bruder des Todes". Bereits im Tagesverlauf nimmt das Bewusstsein verschiedene Zustände ein und der Schlaf ist Derartiges. Es gibt Tiefschlaf, leichten Schlaf und die REM-Phase, in der der Mensch träumt. Im Schlaf gelten die Naturgesetze nicht und Raum und Zeit haben eine andere Bedeutung. Man kann z.B. über Bäume und Häuser fliegen, durchs Weltall rasen, die Milchstraße verlassen, in den intergalaktischen Leerraum eintreten oder auf der Erde mit einem verstorbenen Haustier spielen usw. Alles ist möglich in der Traumwelt. Was ist das für eine Welt, hat diese Ähnlichkeit mit der Auferstehungswirklichkeit ? Aber es gibt auch Alpträume.

 

 Nun kommt allerdings die Selbstkritik: Ich weiß nicht alles. Ich beurteile das Thema Auferstehung nur aus meiner Erfahrung aus Sicht dieser Welt in der offenbar mit der Zeit alles und jedes zerfällt. Und warum sollte das Neue Testament der Bibel mit den Berichten von den Auferweckungen und der Auferstehung von Jesus Christus nichts weiter als eine Lüge sein auf der über Jahrhunderte unzählige Menschen hereingefallen sind ? Was ist, wenn es diesen Gott wirklich gibt ? Nun dann ist eine solche Auferstehung möglich. In diesem Fall ist der Tod eine zweite Geburt in eine radikal neue Existenzform hinein. Es ist komplett Neue. Noch radikaler als eine Verwandlung einer Raupe durch Verpuppung zum Schmetterling. Im Frühling aufersteht die Natur aus dem kalten dunklen "Wintertod" von Neuen. Aber die Auferstehung ist dann noch völlig radikal anders. 

 

Man könnte sich ja auch fragen: Aufersteht nur der Mensch oder auch ein Schwein, dass im Schlachthof unters Messer kommt ? Auferstehen auch die Tiere und die Pflanzen, ja das gesamte Leben oder nur der Mensch und mit welcher Begründung nur der Mensch ? Die Auferstehung könnte das gesamte Leben auf der Planetenoberfläche umfassen.

Und gibt es Gerechtigkeit nach dem Tod ? Was geschieht mit all den Serienmördern, die das Boese ein Leben lang praktizierten ? Das Boese, das nach der Bibel durch Jesus Christus endgültig besiegt wurde, ist der Feind des Lebens, der Feind der Auferstehung und kennt keine Hoffnung über den Tod hinaus. Kommen die "bösen" Verstorbenen in eine dunkle neblige Schattenwelt, in eine Art Hölle ? Im Film THE OTHERS spielt die Schauspielerin Nicole Kidman die Hauptrolle. Sie hat erweiterten Suizid begangen und ihre beiden Kinder mit umgebracht. Nach ihrem Tod erwachte ihr Bewusstsein in einer nebuloesen dunklen Schattenwelt. Sie ist nicht in den Himmel gekommen.

 

bearbeitet von Werner Hoffmann

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