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Sozialethische Zwischenrufe zur Bundestagswahl – Wir haben die Wahl – Überlegungen zu Freiheit und Verantwortung (UM)


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Geschrieben
vor 28 Minuten schrieb mn1217:

Die CDU/ CSU kann sich ja umbenennen,dann kann es ihnen egal sein. So aber nicht. Man muss sich schon am Namen messen lassen.

'Christlich' sind auch Hexenverbrennungen, Folter, Sklaverei, Kriege... 🤷‍♂️

Geschrieben
vor 44 Minuten schrieb mn1217:

Die CDU/ CSU kann sich ja umbenennen,dann kann es ihnen egal sein. So aber nicht. Man muss sich schon am Namen messen lassen.

Und was genau ist an der Unionspolitik „unchristlich“?

 

Und warum?

 

Werner

Geschrieben
2 hours ago, mn1217 said:

Die CDU/ CSU kann sich ja umbenennen,dann kann es ihnen egal sein. So aber nicht. Man muss sich schon am Namen messen lassen.


Wie gesagt, vor 30, 40 Jahren fand die Kirche es wichtig, die Union zu unterstützen, heute eher die Grünen. Ich denke, da ist es schwierig, einen Standort einzunehmen, welcher der Kirche zuverlässig längerfristig behagt.

Geschrieben
vor 6 Minuten schrieb Shubashi:
vor 2 Stunden schrieb mn1217:

Die CDU/ CSU kann sich ja umbenennen,dann kann es ihnen egal sein. So aber nicht. Man muss sich schon am Namen messen lassen.


Wie gesagt, vor 30, 40 Jahren fand die Kirche es wichtig, die Union zu unterstützen, heute eher die Grünen. Ich denke, da ist es schwierig, einen Standort einzunehmen, welcher der Kirche zuverlässig längerfristig behagt.

 

Es ist mir egal, was den Kirchen behagt oder nicht. Es war damals falsch und ist es heute. Sie haben kein allgemeines politisches Mandat, und sich deshalb aus der allgemeinen Politik herauszuhalten, ganz egal auf welcher Seite. 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 3 Stunden schrieb Marcellinus:

Es ist mir egal, was den Kirchen behagt oder nicht. Es war damals falsch und ist es heute. Sie haben kein allgemeines politisches Mandat, und sich deshalb aus der allgemeinen Politik herauszuhalten, ganz egal auf welcher Seite. 

 

Sie haben kein parteipolitisches Mandat und sollten daher zu allen eine Äquidistanz halten, so würde ich Dir Recht geben. Ansonsten dürfen sie sich so einmischen wie jede andere Gruppe auch.

 

Ist halt nur für jede NGO in ihrer Glaubwürdigkeit doof, wenn sie staatlich mitfinanziert wird - vor allem wenn ihr irdischer Chef der einen Kirche häufig sagt, daß sie keine NGO sei ....

bearbeitet von rorro
Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb mn1217:

Die CDU/ CSU kann sich ja umbenennen,dann kann es ihnen egal sein. So aber nicht. Man muss sich schon am Namen messen lassen.

 

Nur ist die Frage, von wem man sich am Namen messen lassen muss?

Von Kirchen, die sich auch das C in den Namen geben? Qualifiziert sie allein ihre eigene Namensgebung dazu, die gleiche Namensgebung anderer Gruppierungen zu beurteilen? 

Ist es letztlich nicht allein an Gott zu beurteilen, wer sich zurecht als christlich bezeichnet?

 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 9 Stunden schrieb Shubashi:

Ich habe mich genauso geärgert, als viele Pastoren früher in Bayern mit der CSU unter einer Decke steckten. Religion verleiht halt genausowenig politische Einsicht, wie sie hilft, ein Motorrad zu reparieren. Sie verführt allerdings manchmal zu Überhöhung der persönlichen Ansichten.

Von den Wählern weiß man idR zudem, dass sie sich ihr Urteil in politischen Fragen lieber selber bilden. 

 

Die Katholische Kirche (zur anderen sage ich nix) wird zumindest hierzulande erst eine Zukuft haben, wenn sie mal so langsam das Zweite Vatikanum umsetzt. Besonders die Punkte, die ihr nicht gefallen - was weltliche Autonomie des Laien angeht, weltliche Macht und Einfluß, Privilegien etc.


GS 43:

Zitat

 

Sie [die Christen] mögen aber nicht meinen, ihre Seelsorger seien immer in dem Grade kompetent, daß sie in jeder, zuweilen auch schweren Frage, die gerade auftaucht, eine konkrete Lösung schon fertig haben könnten oder die Sendung dazu hätten. Die Laien selbst sollen vielmehr im Licht christlicher Weisheit und unter Berücksichtigung der Lehre des kirchlichen Lehramtes darin ihre eigene Aufgabe wahrnehmen.

 

Oftmals wird gerade eine christliche Schau der Dinge ihnen eine bestimmte Lösung in einer konkreten Situation nahelegen. Aber andere Christen werden vielleicht, wie es häufiger, und zwar legitim, der Fall ist, bei gleicher Gewissenhaftigkeit in der gleichen Frage zu einem anderen Urteil kommen.

 

 

Hat einer vom ZdK oder der DBK eigentlich mal Gaudium et Spes gelesen?

 

GS 76:

Zitat

Das Irdische und das, was am konkreten Menschen diese Welt übersteigt, sind miteinander eng verbunden, und die Kirche selbst bedient sich des Zeitlichen, soweit es ihre eigene Sendung erfordert. Doch setzt sie ihre Hoffnung nicht auf Privilegien, die ihr von der staatlichen Autorität angeboten werden. Sie wird sogar auf die Ausübung von legitim erworbenen Rechten verzichten, wenn feststeht, daß durch deren Inanspruchnahme die Lauterkeit ihres Zeugnisses in Frage gestellt ist, oder wenn veränderte Lebensverhältnisse eine andere Regelung fordern.

 

*hüstel*

 

:a050:

bearbeitet von rorro
Geschrieben
vor 54 Minuten schrieb phyllis:

 

Ja, der zumeist besser qualifizierte Gegenwind nimmt zu. Gut so.

 

Mindestens 99% der „wir schaffen das!“-Verfechter, die das immer noch glauben, mussten ja auch nie Unterbringungen organisieren, Bürger mitnehmen, Schulen informieren, Kurse aus dem Boden stampfen etc. - und versuchen für Frieden zu sorgen.

 

Deren „wir“ waren immer „die anderen“.

Geschrieben

Das ZdK ist übrigens keine „Laienvertretung“ oder so etwas in der Art. Das ist eindeutig falsch, auch wenn das medial gerne behauptet wird.

Geschrieben (bearbeitet)

Zur Diskussion ums berühmte "C": Der Begriff des Christlichen ist nach meinem Dafürhalten heute vollkommen entkernt. Und das ist nichtmal primär die Schuld der CDU oder CSU, die christlich handeln oder es eben nicht tun. Die Kirche hat daran selbst gehörigen Anteil. 

 

Was heute gemeinhin als christlich gehandelt wird, hätte Christen, hoch und niedrig, früherer Zeiten die Hände über dem Kopf zusammenschlagen lassen. Was vom Evangelium in der "christlichen" Kultur übriggeblieben ist, ist die Bergpredigt, die meist als Begründung für grenzenlose Migration, Sozialleistungen und generell eine ziemlich naive "Gutmenschen"-Haltung herhalten muss. Daneben geht man auf Demos gegen Rechts ("rechts" ist übrigens gleich der nächste Begriff, der so abgeschmackt ist, dass er eigentlich gar nichts mehr bedeutet), führt die Homo-Ehe ein, kennt 3++ Geschlechter, treibt Kinder ab, findet vollkommen unkritisch den Islam toll und rettet das Klima. Das ist heute "christlich". Kirche oder kirchennahe Einrichtungen, siehe ZDK, sind zu Multiplikatoren der Politik der grünen Partei verkommen. 

 

Darauf kann ich verzichten. 

bearbeitet von Studiosus
Geschrieben (bearbeitet)
vor 21 Stunden schrieb Shubashi:


Wie gesagt, vor 30, 40 Jahren fand die Kirche es wichtig, die Union zu unterstützen, heute eher die Grünen. 

...

Ich bezweifle die These,aber darum geht es gar nicht.

Es geht darum,dass CDU und CSU sich christlich nennen und daher Rückmeldungen aus christlichen Organisatione ernst nehmen müssen- oder sich umbenennen sollten.

bearbeitet von mn1217
Geschrieben (bearbeitet)
vor 21 Stunden schrieb Marcellinus:

 

Es ist mir egal, was den Kirchen behagt oder nicht. Es war damals falsch und ist es heute. Sie haben kein allgemeines politisches Mandat, und sich deshalb aus der allgemeinen Politik herauszuhalten, ganz egal auf welcher Seite. 

Christentum ist politisch. Wir sind Christen in der Welt.

Parteiempfehlungen fände ich nicht gut,habe ich aber auch nie mitbekommen. 

bearbeitet von mn1217
Geschrieben
Gerade eben schrieb mn1217:

Ich bezweifle die These,aber darum geht es gar nicht.

Es geht.darum,dass CDU und CSU such christlich nennen und daher Rückmeldungen aus christlichen Organisatione ernst nehmen müssen- oder sich umbenennen sollten.

Christlich heißt nicht Selbstaufgabe. Ich weiß, daß ist schwierig zu akzeptieren, wenn man damit rechnet, daß übermorgen die Posaune erschallt.

 

Aber schon die Autoren der Didaché betonten darauf zu achten wem man sein Almosen gibt, wen man wie lange unterstützt und was von einem Neuankömmling erwartet werden soll.

Geschrieben
Gerade eben schrieb Flo77:

Christlich heißt nicht Selbstaufgabe. 

...

 

Habe ich auch nicht behauptet.

Geschrieben
vor 4 Minuten schrieb mn1217:

 

Habe ich auch nicht behauptet.

Und worum geht es dann?

 

Werner

Geschrieben
vor 6 Minuten schrieb Werner001:

Und worum geht es dann?

 

Ums Gefühl.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 29 Minuten schrieb mn1217:

Ich bezweifle die These,aber darum geht es gar nicht.

Es geht darum,dass CDU und CSU sich christlich nennen und daher Rückmeldungen aus christlichen Organisatione ernst nehmen müssen- oder sich umbenennen sollten.

Du meinst, so wie die katholische Kirche in Deutschland Rückmeldungen aus Rom ernst nehmen muss (ich sach mal 'synodaler Weg') oder sich lieber umbenennen sollte? 

bearbeitet von rince
Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb mn1217:

Parteiempfehlungen fände ich nicht gut,habe ich aber auch nie mitbekommen. 

 

Dann hast du nicht hingehört.

Geschrieben (bearbeitet)

A propos Sozialethik:

 

hier mal eine interssante Grafik (die zweite der Seite), die zeigt, daß der "BIP pro Kopf" seit 2018 nicht gestiegen ist, es dem Einzelnen im Schnitt schlechter geht als vor 7 Jahren.

 

Das BIP wächst (manchmal minimal, manchmal nicht mal das), weil wir viele Leute reinholen, die unqualifizierte Jobs machen und dadurch "Wachstum" produzieren - nachhaltig ist das alles nicht im geringsten.

bearbeitet von rorro
Geschrieben (bearbeitet)
35 minutes ago, rorro said:

A propos Sozialethik:

 

hier mal eine interssante Grafik (die zweite der Seite), die zeigt, daß der "BIP pro Kopf" seit 2018 nicht gestiegen ist, es dem Einzelnen im Schnitt schlechter geht als vor 7 Jahren.

 

Das BIP wächst (manchmal minimal, manchmal nicht mal das), weil wir viele Leute reinholen, die unqualifizierte Jobs machen und dadurch "Wachstum" produzieren - nachhaltig ist das alles nicht im geringsten.


Was ich unter christlichen Gesichtspunkten nicht schlecht finde - nur muss man das in einer säkularen Gesellschaft diskutieren.

Die Zeiten, in der man kirchliche Moralvorstellungen allen anderen ohne Debatte auferlegen kann, müssen einfach vorbei sein.

(Witzigerweise scheint das gleichermaßen in die Vorstellungen von etlichen Progressiven und Konservativen gleichermaßen zu passen, nur was genau autoritär eingefordert wird, scheint sich zu unterscheiden.)

bearbeitet von Shubashi
Geschrieben
3 hours ago, mn1217 said:

Ich bezweifle die These,aber darum geht es gar nicht.

Es geht darum,dass CDU und CSU sich christlich nennen und daher Rückmeldungen aus christlichen Organisatione ernst nehmen müssen- oder sich umbenennen sollten.


Mit welcher Autorität wird in und von wem in der Kirche entschieden, dass sich jemand „christlich“ nennt? Die Debatte gab es schon beim „synodalen Weg“, wer wen aus der Kirche ausgrenzen darf oder kann. Jetzt soll sogar entschieden werden, wer sich „christlich“ nennen darf? Wer genau will das bitte durchsetzen?

In einer evangelischen Gemeinde in Hamburg hatte man sich sogar entschieden, exklusiv einen wichtigen Scholz-Mitarbeiter als Kandidaten zu unterstützen - sind dann alle anderen Kandidaten „keine Christen“ mehr? Wo hört das auf und wer soll das entscheiden?

Geschrieben
vor 26 Minuten schrieb Shubashi:

Was ich unter christlichen Gesichtspunkten nicht schlecht finde

 

Mit welcher Begründung?

 

"Freu Dich, Deinen Kindern geht's schlechter als Dir!" oder so?

 

Das Evangelium kannte ich noch nicht.

Geschrieben
vor 13 Minuten schrieb rorro:

Das Evangelium kannte ich noch nicht.

Vielleicht eines der vielen Untergegangenen.

 

An dieser Stelle beißt sich halt Mt 6,34 mit unserer Realität.

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