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Der Umbau des Staates in den USA - ein warnendes Beispiel?


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Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb rorro:

 

Wie kommst Du denn darauf?

 

Ich bin für das Recht eines jeden, seine Meinung ohne Einschränkung kundzutun. Wo ist mir schnuppe.

 

 

 

Ich weiß, für teutsche Staatsuntertanen schwierig zu akzeptieren, einfach eine unregulierte Freiheit zu haben. 

 

Da der gemeine Deutsche mit Freiheit nicht klarkommt, soll eben alles geregelt werden.

 

Komisch. Im Parallelthread zeigst du dich nicht gerade als Freund der Meinungsfreiheit.

Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb Shubashi:

für die US-Amerikaner ist Sex ein Problem der sozialen Netzwerke, das systematisch rauszensiert werden muss. Für die Europäer ist es politische Propaganda und Lügen.

 

In den USA will also niemand das Internet auf "falsche" politische Meinungen zensieren? Und in Europa will niemand Pronographie usw. zensieren? Deine Frage erinnert mich an das berühmte "Haben Sie aufgehört, Ihre Frau zu schlagen?"

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb phyllis:

Eher dass der Beruf eines Journalisten eher linke anzieht.

 

Oder aber sind die bürgerlichen Berufe durch die Ideologie des Bürgertums geprägt, und Leute, die sie nicht nachplappern, fassen da nie Fuß. Und am Ende geht es eher um Haltung und ideologische Reinheit als um Kompetenz.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 3 Stunden schrieb MartinO:

Komisch. Im Parallelthread zeigst du dich nicht gerade als Freund der Meinungsfreiheit.

 

Doch. Du darfst Dich gerne hier blamieren. Nichts steht mir ferner als Dir das verbieten zu wollen.

bearbeitet von rorro
Geschrieben
2 hours ago, Domingo said:

 

Oder aber sind die bürgerlichen Berufe durch die Ideologie des Bürgertums geprägt, und Leute, die sie nicht nachplappern, fassen da nie Fuß. Und am Ende geht es eher um Haltung und ideologische Reinheit als um Kompetenz.


Es gibt im Journalismus ebenso professionelle Standards wie in anderen Berufen auch. Und es gibt ideologische Voreingenommenheiten, wie in anderen Berufen auch. Allein das Thema „Gendersprache“ dekliniert das ja seit längerem hier in den Sprachwissenschaften durch.

Geschrieben
vor 10 Minuten schrieb Shubashi:

Es gibt im Journalismus ebenso professionelle Standards wie in anderen Berufen auch.

 

Da sich der Haltungs-Journalismus durchgesetzt hat, sind die Geschichte.

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Geschrieben

In „Foreign Affairs“ findet sich eine erste Einschätzung zur Auswirkung der DOGE-Aktivltäten auf die nationale Sicherheit:

Quote

…By undermining systems meant to safeguard the public, the Trump administration has not only dramatically reduced the chance for genuine reform but also put the country at risk. Trump and Musk’s actions amount to throwing a grenade into the center of the national security apparatus; eventually that grenade will go off, and there will be nowhere for the United States to dive for cover. …The Treasury Department is a significant foreign policy actor in its own right, playing an important role in sanctions policy, for example. If Musk’s team has access to and can rewrite the code directing U.S. government payments, the cybersecurity and privacy risks would be massive. Hostile intelligence services are likely already at work trying to assess which Musk team members might be sloppy with their digital devices or vulnerable to entrapment or coercion. And Treasury Department officials are likely worried that untested code might cause the payments system to crash. …


Wie gesagt, die wahren Folgen dieser gleichzeitig von Größenwahn und Verantwortungslosigkeit getriebenen Aktivitäten werden sich erst wohl erst noch zeigen. 

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Shubashi:

In „Foreign Affairs“ findet sich eine erste Einschätzung zur Auswirkung der DOGE-Aktivltäten auf die nationale Sicherheit:


Wie gesagt, die wahren Folgen dieser gleichzeitig von Größenwahn und Verantwortungslosigkeit getriebenen Aktivitäten werden sich erst wohl erst noch zeigen. 

 

Naja, das hier:

 

Zitat

The Treasury Department is a significant foreign policy actor in its own right.

 

ist allerdings auch nicht beruhigend.

Geschrieben
22 minutes ago, rorro said:

ist allerdings auch nicht beruhigend.


Die USA sind in die weltweiten Finanzströme eingebunden, und ohne die Datenverarbeitung der Treasury wären man z.B. nicht in der Lage Finanzsanktionen gegen andere Staaten umzusetzen. Wenn Trump z.B. etwas gegen den Internationalen Gerichtshof unternehmen will, geht das nur über das Schatzamt. Zu den internationalen Aufgaben hier eine Übersicht, da die Auslandsverschuldung der USA gigantisch ist, ohne diese Rolle kein staatliches Überleben.

Geschrieben
vor 12 Minuten schrieb Shubashi:


Die USA sind in die weltweiten Finanzströme eingebunden, und ohne die Datenverarbeitung der Treasury wären man z.B. nicht in der Lage Finanzsanktionen gegen andere Staaten umzusetzen. Wenn Trump z.B. etwas gegen den Internationalen Gerichtshof unternehmen will, geht das nur über das Schatzamt. Zu den internationalen Aufgaben hier eine Übersicht, da die Auslandsverschuldung der USA gigantisch ist, ohne diese Rolle kein staatliches Überleben.

 

Mir ging es um "in its own right", nicht um die Aufgabe selbst. Da dieser Terminus mehrdeutig ist, Selbständigkeit ausdrücken kann oder nicht, finde ich das eher schwierig. Auch die Treasury sollte demokrat. Rechenschaft unterliegen. Ich meine, in den USA wird jeder lokale Rechtsmediziner (Coroner) gewählt! Da wird einfach viel mehr abgestimmt als bei uns.

Geschrieben
vor 13 Minuten schrieb Shubashi:


Ein Beispiel, wohin es führt, wenn demokratische Gesellschaften statt eine gewissen Liberalität zu pflegen, sich immer mehr polarisieren und fanatisieren. Zu ausgesprochen polemischem Quatsch selbst in den Parlamenten.

Naja - als Katholiken sollte man sich da ja sehr zurückhalten. Im Grunde wäre ein solches Gesetz nichts anderes als die Verirdischung der kirchlichen Moral.

 

Auch wenn ich die Preise gesalzen finde. Jürgen von der Lippe wusste noch von 50 Pfennig pro selbstbefleckender Handlung (und ja, daß klingt wenig... aber das läppert sich halt...)

Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb Flo77:

Naja - als Katholiken sollte man sich da ja sehr zurückhalten. Im Grunde wäre ein solches Gesetz nichts anderes als die Verirdischung der kirchlichen Moral.

 

Auch wenn ich die Preise gesalzen finde. Jürgen von der Lippe wusste noch von 50 Pfennig pro selbstbefleckender Handlung (und ja, daß klingt wenig... aber das läppert sich halt...)

15 bis 20 Mark die Woche ist doch nicht schlecht. Woher bekommt man das?

 

Werner

Geschrieben
Gerade eben schrieb Werner001:

15 bis 20 Mark die Woche ist doch nicht schlecht. Woher bekommt man das?

Pardon, aber 15/0,5 ist bei mir 30 und bei allem Respekt... jedenfalls kriegt man das nicht raus sondern das zahlt man.

 

Wie Kontoführungsgebühren beim Onlinebanking. Man macht alles  selbst, aber jemand anderes verdient dran.

 

(Zumal mit Inflation und allem ist das wahrscheinlich eh mittlerweile 1 €.)

Geschrieben

Leider weiß ich jetzt gar nicht, wovon die Rede ist, aber der Vorschlag war halt als Satire gedacht, gerade gegenüber Fanatikern, die allen Ernstes meinen, man sollte Moral mit „Feuer & Schwert“ in einer Gesellschaft durchsetzen.

In diversen US-Bundesstaaten gibt es aktuell immer neue Versuche, die bloße Information über „Abtreibung“ zum Verbrechen zu erklären, Zugang zu entsprechenden Medikamenten zu erschweren und jeglichen Schutz für werdende Mütter aufzuheben, egal welche Folgen das Austragen einer Schwangerschaft hätte.

Da somit jegliche unerwünschte Folgen von Empfängnis im Ernst bei den Frauen abgeladen werden soll, gibt es inzwischen halt diese Art von verzweifeltem Sarkasmus.

(Unter Trump scheinen ja alle möglichen Formen literaischer Übertreibung sich in Aspekte realer Dystopie zu verwandeln. Lieber Mittelalter als „Wokismus“ könnte sich zum Trend entwickeln.)

Geschrieben

Es gibt einen recht gut gemachten Tiktok-Beitrag einer jungen Amerikanerin, in dem sie einen fiktiven Dialog mit einem militanten Abtreibungsgegner führt und im Prinzip nur Fragen stellt:

 

Wenn ich das Kind austrage, wie sicher ist mein Job?

Wenn ich das Kind austrage, wie bin ich krankenversichert?

Wenn ich das Kind austrage, wie ist das Kind versichert?

Welche Hilfe bekomme ich, wenn das Kind nicht gesund ist?

Etc.

 

Ich weiß nicht, ob diese Fragen auch in der amerikanischen Öffentlichkeit gestellt werden, aber sie dürften sehr gut, das Dilemma auf der anderen Seite des Teichs zeigen.

Geschrieben
1 hour ago, Flo77 said:

Es gibt einen recht gut gemachten Tiktok-Beitrag einer jungen Amerikanerin, in dem sie einen fiktiven Dialog mit einem militanten Abtreibungsgegner führt und im Prinzip nur Fragen stellt:

 

Wenn ich das Kind austrage, wie sicher ist mein Job?

Wenn ich das Kind austrage, wie bin ich krankenversichert?

Wenn ich das Kind austrage, wie ist das Kind versichert?

Welche Hilfe bekomme ich, wenn das Kind nicht gesund ist?

Etc.

 

Ich weiß nicht, ob diese Fragen auch in der amerikanischen Öffentlichkeit gestellt werden, aber sie dürften sehr gut, das Dilemma auf der anderen Seite des Teichs zeigen.


Interessante Fragen, aber aktuell debattiert die republikanische Partei darüber, wie sich 2 Billionen Dollar (v.a. bei der Gesundheitsfürsorge ) einsparen lassen, um Steuersenkungen zu finanzieren, die am Ende auf bis zu 4 Billionen Kosten belaufen werden*.

Ich denke, rein praktisch, wird es ein individuelles Problem sein, ein Kind durchzubringen.
 

*Zu den Steuersenkungen berichtet da Associated Press, das sind die Vaterlandsverräter, die einfach der internationalen geographischen Nomenklatur folgen, weil ihre Kunden überwiegend im Ausland sitzen. 
Deswegen dürfen sie nicht mehr aus dem Weßen Haus berichten, weil Meinungsfreiheit ein patriotisches Privileg ist.

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb Shubashi:


Interessante Fragen, aber aktuell debattiert die republikanische Partei darüber, wie sich 2 Billionen Dollar (v.a. bei der Gesundheitsfürsorge ) einsparen lassen, um Steuersenkungen zu finanzieren, die am Ende auf bis zu 4 Billionen Kosten belaufen werden*.

Ich denke, rein praktisch, wird es ein individuelles Problem sein, ein Kind durchzubringen.
 

*Zu den Steuersenkungen berichtet da Associated Press, das sind die Vaterlandsverräter, die einfach der internationalen geographischen Nomenklatur folgen, weil ihre Kunden überwiegend im Ausland sitzen. 
Deswegen dürfen sie nicht mehr aus dem Weßen Haus berichten, weil Meinungsfreiheit ein patriotisches Privileg ist.

Ich bin aus beruflichen Gründen sehr an der Amtsführung Kennedys interessiert. Seine Ankündigung sich mit der US-Lebensmittelindustrie wegen der diversen Zusatzstoffe anlegen zu wollen, weckt bei mir eine gewisse Neugier.

 

Allerdings - und da sind die 2 Billionen (US oder Euro-Zählung?) im Gesundheitswesen eine interessante Größe - wenn Kennedy glaubt, die Lebensmittelkonzerne stärker regulieren zu können, könnte er diesen Ansatz ja auch mal für das Gesundheitswesen ausprobieren. DAS wäre allerdings wirklich ein Gamechanger, den ich mir tatsächlich nicht vorstellen kann.

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Flo77:

Es gibt einen recht gut gemachten Tiktok-Beitrag einer jungen Amerikanerin, in dem sie einen fiktiven Dialog mit einem militanten Abtreibungsgegner führt und im Prinzip nur Fragen stellt:

 

Wenn ich das Kind austrage, wie sicher ist mein Job?

Wenn ich das Kind austrage, wie bin ich krankenversichert?

Wenn ich das Kind austrage, wie ist das Kind versichert?

Welche Hilfe bekomme ich, wenn das Kind nicht gesund ist?

Etc.

 

Ich weiß nicht, ob diese Fragen auch in der amerikanischen Öffentlichkeit gestellt werden, aber sie dürften sehr gut, das Dilemma auf der anderen Seite des Teichs zeigen.

 

Sie könnte das Kind ja zur Adoption freigeben.

 

Lieber einen Menschen töten als den Job riskieren finde ich jetzt eine fragwürdige Entscheidung. Aber das hatten wir schon alles oft genug.

Geschrieben
vor 50 Minuten schrieb Flo77:

2 Billionen (US oder Euro-Zählung?)

US natürlich. Also 2 Milliarden 

 

Werner

Geschrieben (bearbeitet)
vor 6 Minuten schrieb rorro:

Sie könnte das Kind ja zur Adoption freigeben.

Naja, das funktioniert ja nur im Einzelfall. Massenhaft zur Adoption freigegebene Kinder wären auch keine Lösung.

Deshalb: Verhüten, verhüten und nochmal verhüten, und das den Leuten ab der Pubertät ständig eintrichtern.

 

Werner

bearbeitet von Werner001
Geschrieben
vor 21 Minuten schrieb rorro:

 

Sie könnte das Kind ja zur Adoption freigeben.

 

Lieber einen Menschen töten als den Job riskieren finde ich jetzt eine fragwürdige Entscheidung. Aber das hatten wir schon alles oft genug.

Der Job an sich ist in den USA ja nur eines der Probleme. Die Frage nach dem wer zahlt für Behandlungen die während der Schwangerschaft notwendig werden, wie ist frau gegen schwangerschaftsbedingte Schäden abgesichert, welche Hilfen stehen im Falle psychischer Folgen oder Nebenwirkungen zur Verfügung, usw. sind aber völlig unabhängig von der Frage, was mit dem Kind passiert, wenn es geboren wird.

 

Bei uns stellen sich diese Fragen (noch) nicht, weil unser Gesundheits- und Sozialsystem diese Fragen weitgehend beantwortet. Das gibt es in den USA aber nicht.

Geschrieben
vor 19 Minuten schrieb Werner001:

Naja, das funktioniert ja nur im Einzelfall. Massenhaft zur Adoption freigegebene Kinder wären auch keine Lösung.

Deshalb: Verhüten, verhüten und nochmal verhüten, und das den Leuten ab der Pubertät ständig eintrichtern.

Also bitte. Das ist doch den Teufel durch den Beelzebub austreiben wollen.

 

Die einzige sinnvolle Lösung ist Abstinenz. Verhindert auch zuverlässig die Übertragung von STIs.

 

Oder die Beschränkung auf das eigene Geschlecht, aber da werden auch wieder genug Leute aufheulen.

Geschrieben
vor 27 Minuten schrieb Werner001:

Naja, das funktioniert ja nur im Einzelfall.

 

Ich kenne kein Kind, das kein Einzelfall wäre. Du?

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