Poliven Geschrieben 9. Februar 2004 Melden Geschrieben 9. Februar 2004 Hi leutz. Ich hab mir da mal so gedanken über die verschiedenen Länder gemacht. Man siehe z.b. Indien . Dort glauben 95 Prozent der Inder an die Natur als "GOtt" beten Affen Kühe Schlangen und Ratten etc... Ich frag mich nach dem warum. Warum beten diese Menschen gerade diese Tiere an. Da muss es doch irgendwo einen Ursprung geben... *grmL*. Was ist mit z.b. Moses und den Propheten........ Diese waren ja nicht unbedingt in Indien unterwegs. Wie also können die Inder dann wissen was wir zu wissen zu glauben wissen ?!? .. Das selbe natürlich mit Ländern in denen Buddha verehrt wird. Budda... woher stammt diese "Sage". etc. all dies beschäftigt mich in letzter Zeit. Der Punkt ist. Diese Menschen glauben ja auch das richtige zu tun . Selbst wenn sie nen Affen anbeten ... Was ist also mit diesen Menschen ? die nichts wissen von der Katholischen Religion und weiterhin ihre Religion durchführen... stellt euch mal vor ihr werdet in einer Indischen Familie reingeboren. Und ihr kennt einfach nichts anderes...... wie also bitte wollt ihr dann diesen Weg zu unsern Gott wie wir ihn kennen nämlich den 3 faltigen finden...... ich zerbrich mir echt n kopf darüber........ wär dankbar für so n paar antwordn
dr-esperanto Geschrieben 9. Februar 2004 Melden Geschrieben 9. Februar 2004 Weil Indien eine ziemlich primitive Religion hat. Es gibt zwar auch die hochphilosophischen Upanischaden, aber es gibt trotzdem noch über 100 Götter in Indien, den Elephantengott, den Affengott usw. Die Religionen sind so entstanden: Der Urmensch hat ständig Angst um sein Leben, ständig kann er z.B. von einem Löwen angefallen werden. Da ist es nur logisch, daß der Mensch versucht, durch Magie diesen Löwen daran zu hindern, ihn anzugreifen. Je gefährlicher ein Tier, desto mehr Ehrfurcht hatte der Mensch vor ihm, wenn er es anbetete, hatte er eben mehr Chancen, vielleicht heil davonzukommen...
Martin Geschrieben 10. Februar 2004 Melden Geschrieben 10. Februar 2004 Nur mal ein paar Worte zu Indien. Es ist nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick aussehen könnte. Inder beten keine Affen an, sondern sie sind sehr wohl in der Lage, auch hinter einem Affen (oder einer Ratte) Gott zu erkennen und zu erfahren. Es mag zwar viele Götter in Indien geben, aber im Grunde genommen werden diese Götter auf drei Götter zurückgeführt. Viele Inder nehmen z.b. auch Christus in ihren Glauben auf, ohne dabei Christ zu werden - eben nur als einen Aspekt, nicht als den Mittelpunkt. Es gibt viele indische Haushalte, in denen Bilder oder Darstellungen von ihm zu finden sind. Er wird häufig für eine Reinkarnation von einem ihrer Götter gehalten. Mahatma Gandhi ist außerdem ein bemerkenswerter Inder. Er hat die Bergpredigt sehr geschätzt. Und auch gelebt. Das zweite vatikanische Konzil sagt, dass in anderen Religionen sehr wohl Spuren von Gottes Wirken und Handeln in der Welt zu finden sind. Es ist nicht alles außerhalb der katholischen Kirche vollkommen gottlos. Herzliche Grüße Martin
Mat Geschrieben 10. Februar 2004 Melden Geschrieben 10. Februar 2004 Hallo, ich würde Polytheismus auch nicht vorschnell als primitiv bezeichnen, viele Grüße, Matthias
beegee Geschrieben 10. Februar 2004 Melden Geschrieben 10. Februar 2004 Hi Poliven, zwei Hinweise sind mir dazu spontan eingefallen: 1. Ein Vers aus dem Buch der Weisheit: Mit ihrem ganzen Sein im Irrtum befangen sind die Menschen, die Gott nicht kennen und die Kräfte der Natur für Götter halten. Trotzdem sind sie nicht allzu hart zu tadeln; denn sie irrten zwar, aber sie waren ehrlich bemüht, Gott zu finden. (Weish 13, 1.6; GN) 2. vielleicht hilft Dir folgende Betrachtung weiter: http://www.nikodemus.net/article.php?article=593 gby Bernd
Max Geschrieben 10. Februar 2004 Melden Geschrieben 10. Februar 2004 Hallo Poliven, ich denke das ist eine der wichtigsten Fragen in der heutigen Zeit bezueglich Religion. Ein wichtiges Dokument ist ja hier das Nostra Aetatae D aheisst es: The Catholic Church rejects nothing that is true and holy in these religions. She regards with sincere reverence those ways of conduct and of life, those precepts and teachings which, though differing in many aspects from the ones she holds and sets forth, nonetheless often reflect a ray of that Truth which enlightens all men. Alle Religionen, Buddhismus wie Christentum, haben eine inklusivistische Sicht. Das heisst, beide erkennen, dass andere Religion Wahrheit enthalten, aber jede Religion haelt sich fuer "kompletter". Die Buddhisten sehen Jesus einfach als einen anderen Buddha an, meinen aber eben die Christen sehen nicht, dass es noch viele andere Buddhas gab. Die Christen erlennen die Weisheit des Buddhismus an, aber dass die eben nichts von Jesus als Gottes Sohn wissen koennen. Ich frage mich, wenn Gott wirklich gegenwaertig ist, dann muss sich auf irgendeine Weise alle Religionen dessen bewusst geworden sein. Tatsaechlich sind ja die Gotteserfahrungen der Mystiker und die Erfahrungen von zB Zenbuddhisten vergleichbar, sodass viele ueberlegen, ob die da nicht von derselben Sache sprechen. Das Problem ist, wie man etwas so unaussprechliches wie Gott in Worte fasst. Die Mystiker haben das oft mit der "negativen Theologie" versucht (man kann nur sagen was Gott nicht ist), die Buddhisten beschreiben dieselbe Wahrheit mit aehnlich negativen Worten ("Leerheit", weil es leer von allen Begriffen ist, die man darauf anwenden koennte.) Was andere Goetter angeht, so sind goetter nicht gleich Gott. Die Goetter vieler Religionen sind ueberweltliche Wesen, die aber ein Teil der Welt sind. Gott aber ist nicht Teil der Welt, Gott transzendiert die Welt und ist däs was der welt zugrunde liegt. Das was diese Religionen Gott nennen mag ein reelles Wesen sein, aber es ist nicht der absolute Gott. Gruesse Max
overkott Geschrieben 10. Februar 2004 Melden Geschrieben 10. Februar 2004 Gott aber ist nicht Teil der Welt, Gott transzendiert die Welt und ist däs was der welt zugrunde liegt. Ist dieser radikale Dualismus "Hier Gott - da Welt" nicht etwas zu gnostisch? Würde diese schroffe Gegenüberstellung nicht eine negative Weltsicht mit sich bringen? Kam nicht das Licht in die Finsternis? Bedeutet Menschwerdung nicht auch Weltwerdung bis auf die Sünde? Ist nicht das Wort in der Welt, wenn auch nicht von der Welt? Ist Verkündigung etwa nur das Wachhalten einer Urerinnerung?
Max Geschrieben 10. Februar 2004 Melden Geschrieben 10. Februar 2004 Gott aber ist nicht Teil der Welt, Gott transzendiert die Welt und ist däs was der welt zugrunde liegt. Ist dieser radikale Dualismus "Hier Gott - da Welt" nicht etwas zu gnostisch? Solch eine radikalen Dualismus will ich garantiert nicht andeuten. Gott ist gegenwaertig in allen Dingen. Aber ein "heidnischer Gott" ist ein Ding von vielen Dingen. Waehrend Gott nicht ein Ding von vielen dingen ist, sondern eben in allen Dingen und doch verschieden von ihnen. Ich weiss nicht wie man das ausdrueckt. Ich dachte oft an den Vergleich, wie Gott als ein Spiegel, der alles widerspiegelt. Oder ein Film auf der Kinoleinwand, die Einzeldinge sind im Film, wenn man ihn ansieht, aber Gott ist auf einer anderen Ebene, wie die Kinoleinwand; kein Teil des Filmes, aber das was allen Dingen des Filmes zugrunde liegt. So eine Art Urgrund... Ob der Vergleich theologisch haltbar ist weiss ich nicht... Gruss Max
Poliven Geschrieben 10. Februar 2004 Autor Melden Geschrieben 10. Februar 2004 Is ja alles schön und gut... so wie das für mich aussieht .. hat wenn man so will der Teufel damals sehr viel macht auf Erden besessen und hat sich hier von vielen völkern anbeten lassen . Sprich die Dämonen haben sich als Götter ausgegeben und sich von Menschen anbeten lassen ... Was ist also mit all diesen Menschen die vor Jesus gelebt haben ? Die nicht die hl sakramente empfangen durften ?! Das würd mich auch ma interessiern... was ist wenn es Menschen wie "Achhilles" oder "Heracles" wirklich gegeben hat und sie aus Verbindungen von Menschen und Dämonen zu stande gekommen sind ? ....... gedanken über gedanken ihr seht schon
beegee Geschrieben 10. Februar 2004 Melden Geschrieben 10. Februar 2004 Was ist also mit all diesen Menschen die vor Jesus gelebt haben ? Die nicht die hl sakramente empfangen durften ?! Das würd mich auch ma interessiern... Im apostolischen Glaubensbekenntnis wirst Du die Zeile finden: gekreuzigt, gestorben und begraben hinabgestiegen in das Reich des Todes am dritten Tage auferstanden von den Toten... Drei Tage lang im Reich des Todes - was tat Jesus dort? Im ersten Petrusbrief 3,18-22 (HfA) findest Du die Antwort: Vergeßt nicht, wieviel Christus für unsere Sünden erlitten hat! Er, der frei von jeder Schuld war, starb für uns schuldige Menschen, und zwar ein für allemal. So hat er uns zu Gott geführt; Jesus Christus, der am Kreuz gestorben ist, den aber Gottes Geist zu neuem Leben erweckte. 19 So ist er auch zu den Verstorbenen in die Totenwelt gegangen, um ihnen die Botschaft der Befreiung zu verkündigen; 20 und zwar denen, die zur Zeit Noahs lebten und Gott ungehorsam waren, obwohl er ihnen lange Zeit Gelegenheit zur Umkehr gegeben hatte. Geduldig wartete er auf sie, während Noah schon die Arche baute. Nur acht Menschen wurden in der Arche vor der Wasserflut gerettet. 21 So wie diese acht Menschen damals, erfahrt ihr heute eure Rettung in der Taufe. Denn in der Taufe soll ja nicht der Schmutz von euerm Körper abgewaschen werden. Vielmehr bitten wir Gott darum, uns ein reines, gutes Gewissen zu schenken. Und das ist möglich geworden, weil Jesus Christus auferstanden ist. 22 Er ist jetzt bei Gott und hat den Ehrenplatz an seiner rechten Seite eingenommen. Alle Engel, alle Mächte und Gewalten unterstehen seiner Herrschaft.
Poliven Geschrieben 10. Februar 2004 Autor Melden Geschrieben 10. Februar 2004 aha... und was war vor der Zeit Noha ?
dr-esperanto Geschrieben 11. Februar 2004 Melden Geschrieben 11. Februar 2004 Die katholische Kirche hat schon immer geglaubt, daß alle Menschen das Heil im Jenseits erlangen können, wenn sie sie ehrlich bemühen, ein ordentliches Leben zu führen, also ganz unabhängig davon, welcher Religion sie angehören.
dr-esperanto Geschrieben 11. Februar 2004 Melden Geschrieben 11. Februar 2004 Ich glaube schon, wie die alten Christen, daß die sogenannten "Götter" der Antike mit Dämonen gleichgesetzt werden können: So erklären sich auch die Wunder, die es damals ja schließlich auch gab. Aber ich kann mir nicht vorstellen, daß Gott den Dämonen ganz das Feld überlassen haben sollte: Sicher ist so manche Göttererscheinung (Epiphanie oder Theophanie heißt das in der Religionsgeschichte) auch von Gott veranlaßt worden. "Der Geist weht, wo er will": Schon die alten Christen haben den Hl. Geist nicht für sich gepachtet. Aber klar ist natürlich auch, daß die antiken "Götter" reine Phantasieprodukte sind, aus Mythen entstanden.
beegee Geschrieben 11. Februar 2004 Melden Geschrieben 11. Februar 2004 aha... und was war vor der Zeit Noha ? die sind darin mit eingeschlossen Poliven, die Elberfelder übersetzt das so: In diesem ist er auch hingegangen und hat den Geistern im Gefängnis gepredigt, die einst ungehorsam gewesen waren, als die Langmut Gottes in den Tagen Noahs abwartete, während die Arche gebaut wurde die Langmut Gottes hat in der Sinflut eine Ende gefunden und in Christus einen neuen Anfang, da diesen Menschen ja im Reich des Todes das Evangelium, die frohe Botschaft verkündet wurde gby Bernd
Poliven Geschrieben 11. Februar 2004 Autor Melden Geschrieben 11. Februar 2004 Aber klar ist natürlich auch, daß die antiken "Götter" reine Phantasieprodukte sind, aus Mythen entstanden ist das so sicher ? In einem Exorzismus büchlein ( von denen ihr ja alle nix haltet ^^ ) hab ich mal gelesen als der Exorzist den Teufel seinen namen verlangte sagte dieser :" Mein Name ist Astaroth. Astaroth war übrigens einer der Götter im alten Babylon Das selbe ist mit z.b. Loki und Baal .
Peter Esser Geschrieben 11. Februar 2004 Melden Geschrieben 11. Februar 2004 von denen ihr ja alle nix haltet Hmmm. Kommt drauf an, kommt das.
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