overkott Geschrieben 6. Juli 2004 Melden Geschrieben 6. Juli 2004 Warum ist Jesus eigentlich nicht abends auferstanden? Hat er da irgendetwas falsch gemacht? Gibt er damit nicht eine falsche Richtung vor?
Flo77 Geschrieben 6. Juli 2004 Melden Geschrieben 6. Juli 2004 (bearbeitet) Warum ist Jesus eigentlich nicht abends auferstanden? Hat er da irgendetwas falsch gemacht? Gibt er damit nicht eine falsche Richtung vor? Wie kommst Du auf die Uhrzeit? Er ist am späten nachmittag begraben worden und war Sonntag morgen nicht mehr tot - ob er jetzt Samstag abend, in der Nacht oder erst Sonntag frühmorgens auferstanden ist, ist doch gar nicht bezeugt - oder? Und bitte bedenken: er musste ja nun erst mal hinabsteigen in das Reich des Todes und wieder zurück. (Was meinst Du eigentlich mit "falscher Richtung"?) bearbeitet 6. Juli 2004 von Flo77
overkott Geschrieben 6. Juli 2004 Autor Melden Geschrieben 6. Juli 2004 Also, ich bin bis jetzt immer davon ausgegangen, dass Jesus mitten in der Nacht nach 0 Uhr auferstanden ist und damit am frühen Morgen. Würde das einer historisch-kritischen Spekulation nicht standhalten?
overkott Geschrieben 6. Juli 2004 Autor Melden Geschrieben 6. Juli 2004 O, das scheint mir eine wundersame Threadvermehrung zu sein. Das habe ich nicht iniziiert und nicht gewollt. Ich bitte, das wieder rückgängig zu machen und die Frage wieder einzig und allein in den Bereich "Fragen und Antworten" zu entrücken.
Magdalene Geschrieben 6. Juli 2004 Melden Geschrieben 6. Juli 2004 In F&A wird dieser Thread dann als grober Unfug betrachtet und gelöscht.
Werner001 Geschrieben 6. Juli 2004 Melden Geschrieben 6. Juli 2004 Was "wissen" wir denn: *michmalinExegeseversuch* 1. Die Auferstehung war am dritten Tag ("am dritten Tage auferstanden von den Toten") erster Tag - Freitag zweiter Tag - Samstag dritter Tag - Sonntag 2. Am frühen Sonntagmorgen fanden Maria und Maria Magdalena das Grab leer vor (Matthäus 28) Jetzt kann man noch spekulieren, was "früher Morgen bedeuted", im frühen Frühjahr aber bestimmt nicht vor 7:00, denn sonst wäre es noch dunkel gewesen. Somit bleiben die 7 Stunden von Mitternacht bis ca. 7:00 morgens als wahrscheinliche Zeit. Und was ist jetzt die "falsche Richtung"? Werner
overkott Geschrieben 6. Juli 2004 Autor Melden Geschrieben 6. Juli 2004 Dann will ich hier wenigsten etwas gehobener fragen: Müssen Theologen nicht biblische Aussagen etwas anders akzentuieren, damit die Richtung wieder stimmt?
Werner001 Geschrieben 6. Juli 2004 Melden Geschrieben 6. Juli 2004 Das mit der "Richtung" versteh ich immer noch nicht! Erklär das doch bitte mal für mich Begriffsstutzigen! Werner
Flo77 Geschrieben 6. Juli 2004 Melden Geschrieben 6. Juli 2004 Was "wissen" wir denn: *michmalinExegeseversuch* 1. Die Auferstehung war am dritten Tag ("am dritten Tage auferstanden von den Toten") erster Tag - Freitag zweiter Tag - Samstag dritter Tag - Sonntag 2. Am frühen Sonntagmorgen fanden Maria und Maria Magdalena das Grab leer vor (Matthäus 28) Jetzt kann man noch spekulieren, was "früher Morgen bedeuted", im frühen Frühjahr aber bestimmt nicht vor 7:00, denn sonst wäre es noch dunkel gewesen. Somit bleiben die 7 Stunden von Mitternacht bis ca. 7:00 morgens als wahrscheinliche Zeit. Und was ist jetzt die "falsche Richtung"? Werner Ich finde das Credo ist an dieser Stelle nicht eindeutig - das leere Grab ist am Sonntag morgen entdeckt worden. So weit so gut. Nur war bei der Auferstehung selbst niemand anwesend (Jesus, Gott und Geist mal ausgenommen). Oder gibt es eine AT-Stelle???
overkott Geschrieben 6. Juli 2004 Autor Melden Geschrieben 6. Juli 2004 "Richtung" ist hier nicht lokal im Sinne von links und rechts, hinten und vorne gebraucht, sondern im Sinne von Betonung.
Flo77 Geschrieben 6. Juli 2004 Melden Geschrieben 6. Juli 2004 Christoph Du sprichst in Rätseln - welche tiefere Konsequenz sollte es haben, wenn Christus nicht um 3 Uhr in der (vielleicht deshalb so benannten?) Herrgottsfrühe auferstanden ist sondern doch schon gegen 20:15 in der Sabbatnacht? (außer das diese Uhrzeit den meisten sowieso schon heilig ist)
Werner001 Geschrieben 6. Juli 2004 Melden Geschrieben 6. Juli 2004 (bearbeitet) Ich finde das Credo ist an dieser Stelle nicht eindeutig - das leere Grab ist am Sonntag morgen entdeckt worden. So weit so gut. Nur war bei der Auferstehung selbst niemand anwesend (Jesus, Gott und Geist mal ausgenommen). Oder gibt es eine AT-Stelle??? Nicht eindeutig in dem Sinne, als es auch "nach drei Tagen" bedeuten könnte, was dann der Montag wäre. Vor Sonntag jedenfalls nicht, denn Freitag und Samstag sind nur zwei Tage, egal wie man das dreht und wendet. Wenn man dann noch Matthäus 28 dazunimmt, bleibt halt nur der Sonntagmorgen. Markus ist noch präziser, er spricht sogar vom Sonnenaufgang, da käme also 7:00 morgens ungefähr hin (für die Entdeckung des leeren Grabes) Werner bearbeitet 6. Juli 2004 von Werner001
Flo77 Geschrieben 6. Juli 2004 Melden Geschrieben 6. Juli 2004 Ich finde das Credo ist an dieser Stelle nicht eindeutig - das leere Grab ist am Sonntag morgen entdeckt worden. So weit so gut. Nur war bei der Auferstehung selbst niemand anwesend (Jesus, Gott und Geist mal ausgenommen). Oder gibt es eine AT-Stelle??? Nicht eindeutig in dem Sinne, als es auch "nach drei Tagen" bedeuten könnte, was dann der Montag wäre. Vor Sonntag jedenfalls nicht, denn Freitag und Samstag sind nur zwei Tage, egal wie man das dreht und wendet. Wenn man dann noch Matthäus 28 dazunimmt, bleibt halt nur der Sonntagmorgen. Markus ist noch präziser, er spricht sogar vom Sonnenaufgang, da käme also 7:00 morgens ungefähr hin (für die Entdeckung des leeren Grabes) Werner Wir beten in der Tat "am dritten Tage" aber woher hatten die ersten Konzilien die Gewißheit? Sollte doch noch jemand am Samstagabend mal nachgesehen haben?
overkott Geschrieben 6. Juli 2004 Autor Melden Geschrieben 6. Juli 2004 Juden und Christen haben den Sonntag immer als ersten Tag der Woche betrachtet. Manche Theologen haben dann den Sonntag in den Sabbat uminterpretiert. Sollte man demgegenüber nicht die Jahrtausende alte Reihenfolge von Sabbat und Sonntag auch liturgisch respektieren?
Flo77 Geschrieben 6. Juli 2004 Melden Geschrieben 6. Juli 2004 Juden und Christen haben den Sonntag immer als ersten Tag der Woche betrachtet. Manche Theologen haben dann den Sonntag in den Sabbat uminterpretiert. Sollte man demgegenüber nicht die Jahrtausende alte Reihenfolge von Sabbat und Sonntag auch liturgisch respektieren? Sollen wir unsere Gottesdienste Samstagsfeiern und statt arbeitsfreien Sonn- ebensolche Samstage haben? (Oder Samstags jüdischen Wortgd und Sonntags Eucharistie?)
Erich Geschrieben 6. Juli 2004 Melden Geschrieben 6. Juli 2004 Achtung - bei den Juden beginnt der Tag nicht um 00 Uhr sondern bei Sonnenuntergang!! Genesis1, : es wurde Abend - es wurde Morgen ein Tag
Werner001 Geschrieben 6. Juli 2004 Melden Geschrieben 6. Juli 2004 @Flo die 3 Tagen kommen von der Aussage Jesu, er werde den Tempel in 3 Tagen wieder aufrichten (Johannes 2,18) @overkott Samstag und Sonntag... aber das mit morgens und abends hab ich immer noch nicht verstanden. Werner
Werner001 Geschrieben 6. Juli 2004 Melden Geschrieben 6. Juli 2004 Achtung - bei den Juden beginnt der Tag nicht um 00 Uhr sondern bei Sonnenuntergang!! Genesis1, : es wurde Abend - es wurde Morgen ein Tag Das ist richtig, also kann die Auferstehung tatsächlich am (für uns) Samstagabend gewesen sein, weil das für Juden schon Sonntag Nacht wäre. Werner
overkott Geschrieben 6. Juli 2004 Autor Melden Geschrieben 6. Juli 2004 Natürlich haben die Jünger auch bei der Grablegung die Sabbatruhe respektiert. Dann aber haben sie die Auferstehung am frühen Sonntagmorgen gefeiert. Schließlich wird die Überwindung der Nacht durch den Sonnenaufgang als Symbol für die Überwindung des Todes durch die Auferstehung Christi, dem Licht der Welt, verstanden.
Flo77 Geschrieben 6. Juli 2004 Melden Geschrieben 6. Juli 2004 Natürlich haben die Jünger auch bei der Grablegung die Sabbatruhe respektiert. Dann aber haben sie die Auferstehung am frühen Sonntagmorgen gefeiert. Schließlich wird die Überwindung der Nacht durch den Sonnenaufgang als Symbol für die Überwindung des Todes durch die Auferstehung Christi, dem Licht der Welt, verstanden. Und was war dann bitte der Sinn dieses Threads?
Werner001 Geschrieben 6. Juli 2004 Melden Geschrieben 6. Juli 2004 @overkott Eigentlich wird doch auch nirgendwo behauptet, Christus sei am frühen Morgen auferstanden. Im Exultet heißt es mehrfach "dies ist die Nacht..." Werner
Flo77 Geschrieben 6. Juli 2004 Melden Geschrieben 6. Juli 2004 Achtung - bei den Juden beginnt der Tag nicht um 00 Uhr sondern bei Sonnenuntergang!! Genesis1, : es wurde Abend - es wurde Morgen ein Tag Das ist richtig, also kann die Auferstehung tatsächlich am (für uns) Samstagabend gewesen sein, weil das für Juden schon Sonntag Nacht wäre. Werner Also doch rechtzeitig zur Prime-Time wieder unter den Lebenden? Seltsame Vorstellung.
Werner001 Geschrieben 6. Juli 2004 Melden Geschrieben 6. Juli 2004 Achtung - bei den Juden beginnt der Tag nicht um 00 Uhr sondern bei Sonnenuntergang!! Genesis1, : es wurde Abend - es wurde Morgen ein Tag Das ist richtig, also kann die Auferstehung tatsächlich am (für uns) Samstagabend gewesen sein, weil das für Juden schon Sonntag Nacht wäre. Werner Also doch rechtzeitig zur Prime-Time wieder unter den Lebenden? Seltsame Vorstellung. Die Osternachtsfeier ist auch vielerorts schon um 21:00 oder 20:30, also durchaus zur "prime time" Wie in meinem letzten Posting gesagt, es ist eigentlich nur immer von der Nacht die rede, in der Christus auferstanden ist, nicht vom Morgen.... Werner
Flo77 Geschrieben 6. Juli 2004 Melden Geschrieben 6. Juli 2004 Die Osternachtsfeier ist auch vielerorts schon um 21:00 oder 20:30, also durchaus zur "prime time" Wie in meinem letzten Posting gesagt, es ist eigentlich nur immer von der Nacht die rede, in der Christus auferstanden ist, nicht vom Morgen.... Wobei der Trend wieder zu 5:00 Uhr morgens geht. Aber Osternacht um 21:00 oder früher finde ich pers. einfach unstimmungsvoll. Außerdem: wenn er in der Nacht auferstanden ist - darf man so war überhaupt "vorfeiern"?
overkott Geschrieben 6. Juli 2004 Autor Melden Geschrieben 6. Juli 2004 Rückt die Kirche mit zeitgeistigen Uminterpretierungen nicht in die Nähe eines folkloristischen Unterhaltungschristentums? Brauchen wir demgegenüber nicht eine Rückbesinnung auf den Kern der Botschaft von Tod und Auferstehung? Ist uns nicht deshalb der erste Tag der Woche besonders wichtig?
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